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Mariah Carey

Mariah Carey - Foto Copyright: Universal Music

Foto: Universal Music

Mariah Carey ist der definitive Superstar der 1990 Jahre – niemand sonst außer ihr schaffte es in diesem Jahrzehnt, jedes Jahr einen Nr.1 Hit zu landen. Ihren Stil und Einfluß kann man in vielen aktuellen Künstlern hören und sehen. Mehr als 150 Millionen verkaufte Tonträger, 17 Nr.1-Singles und zahlreiche Musikpreise bezeugen Mariah Careys Status als erfolgreichste Sängerin in der Geschichte des Pop.


Verwandte Genres

RnB Hip-Hop Pop

Biographie

Eines ist sicher: Mariah Carey ist zurück. Und das trotz herber Rückschläge wie dem „Glitter“-Flop von 2001 und dem darauf folgenden öffentlichen Zusammenbruch. Aber vielleicht ist das gar nicht so überrraschend. Denn Kinder stecken Niederlagen eben leichter weg als Erwachsene. Und trotz ihrer mittlerweile 34 Jahre wird die R&B-Diva nicht müde zu betonen, dass sie im Herzen immer noch eine Zwölfjährige ist. Ein Teenager mit einem unfassbaren Stimmvolumen und einer schier unglaublichen Karriere in den 90ern, mit über 140 Millionen verkauften CDs und den allerbesten Kontakten zur amerikanischen Produzenten- und HipHop-Elite. Vielleicht konnte sie sich deswegen so gut von ihrer Vergangenheit lösen, der schwierigen Kindheit, der Ehe mit ihrem einstigen Mentor und Strippenzieher Tommy Mottola, dem ehemaligen Plattenlabel Virgin Records. Und vielleicht kann sie heute deshalb heller strahlen als jemals zuvor.

Island Def Jam ist jetzt ihr Zuhause. Und nachdem „Charmbracelet“ 2002 mehr als nur ein Lebenszeichen von der einst wichtigsten R&B-Künstlerin unserer Tage bedeutete, markiert ihr nun erscheinendes zehntes Studioalbum „The Emancipation of Mimi“ die endgültige Rückkehr zu majestätischer Größe. Das mag viel mit ihrer neu gefundenen Ruhe zu tun haben (u.a. auf der Mittelmeerinsel Capri), liegt aber mehr noch am künstlerischen Spirit, der diese „Emanzipation“ wie ein roter Faden durchzieht. Wie früher bei Motown sei es gewesen, wenn sie sich mit Snoop Dogg, den Neptunes und Nelly zum Recorden getroffen habe. Eine entspannte Atmosphäre, in der alles geht und nichts muss.

Auch von dieser Freiheit handelt „The Emancipation of Mimi“. „Mimi“ ist Mariahs Spitzname gewesen. Als ganz junges, bildhübsches, übertalentiertes Mädchen hat sie ihn erhalten. Die jetzige Loslösung vom Kosewort bedeutet gleichzeitig eine Hinwendung zur Zukunft. Und die liegt mittlerweile eben auch im erdigen Neo Soul, wie ihn Superstars der Marke Alicia Keys pflegen und propagieren. Mariah hat sich der neuen Organik im Sound geöffnet, nimmt so viel wie möglich live auf und kehrt auch die eigenen Gospel-Wurzeln („Fly Like A Bird“) wieder selbstbewusst nach außen. Gemeinsam mit dem Original ATL-Partystarter und James „Big Jim“ Wright aus dem Team von Jimmy Jam & Terry Lewis hat sie einen Großteil der Songs selbst geschrieben und produziert. Sie hat sich von Erwartungen und Zwängen gelöst und dabei großartige Musik geschaffen.

Einen exzellenten Vorgeschmack darauf gibt die erste Single „It’s Like That“ mit den Club-Königen Jermaine Dupri und Fatman Scoop. Mit dem dreifachen Grammy-Gewinner Kanye West („Stay The Night“), den genialischen Neptunes („Say Somethin‘“), dem völlig zu Recht gehypeten Underground-Rookie Scram Jones („Your Girl“) und der Philly Soul-Ikone James Poyser („Mine Again“) hat die R&B-Diva weitere Produzenten gewinnen können, die ihren Songs die nötige Kante geben und ihren inneren Reifeprozess überzeugend nach außen tragen. Mit Twista, Snoop Dogg und Nelly haben sich zudem drei der größten HipHop-Artists unserer Zeit zum verbalen Kräftemessen im Studio eingefunden. Nicht, dass Mariah solch prominente Schützenhilfe nötig hätte: Was sie im Jahre 2005 treibt, ist die pure Freude an großartiger Musik und die Lust am Erwachsenwerden. Ob sie „Mimi“ vermissen wird, ist also fraglich. Schließlich hat sich Mariah Carey mit dieser „Emancipation“ endlich selber gefunden. Eine Entdeckung, von der nicht nur ihre riesige Fangemeinde profitieren dürfte.


Diskographie

E=MC²

Album

Universal Music

Touch My Body

Single

Universal Music

Bye Bye

Single

Universal Music






Artikel von: Redaktion Quelle: Universal Music Letztes Update: 22.03.2008








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