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Mika

Mika - Foto Copyright: Lee Jenkins

Foto: Lee Jenkins

Im Grunde genommen hat Mika schon seit geraumer Zeit nur einen einzigen Plan: Er will die Latte für seinen fantastischen, dreidimensionalen Pop ganz besonders hoch anlegen. In einer Höhe, die seiner Größe entspricht. Oh, und er ist über 1,80m und zudem wie eine Statue gebaut, um deine Frage schon jetzt zu beantworten.


Verwandte Genres

Pop Rock

Biographie

Willkommen also in der Welt von Mika: Eine Welt, in der irgendein halbseidener Stümper die beste Party des Universums organisiert und sich jeder unter seinem ganz persönlichen Kirschmond räkeln darf... Mika ist Songwriter, Performer und Produzent in Personalunion – und er ist bereit, endlich sein Debütalbum auf die Welt abzufeuern. Wahnsinnig musikalisch-kreativ und tiefgründig-gedankenvoll zugleich, kombiniert er in seinem Sound eine ganze Serie von euphorischen Kicks mit überraschend dunklen Elementen: sich am helllichten Tag ereignende Melodramen und nächtliche Episoden über Liebe, Verlust, Herrenlosigkeit, Hoffnung und Glück. All diese Grundelemente fließen ineinander, ringen um Aufmerksamkeit, wobei jedes einzelne von Mika zu absoluten Pop-Diamanten geschliffen wird. Mika ist ein leibhaftiger Mann von Welt. Und dazu noch wahnsinnig jung. Mitte der Achtziger in Beirut geboren, sah sich Mikas Familie schon bald, am Höhepunkt des Krieges, dazu gezwungen, nach Paris zu ziehen. Als sein Vater dann Opfer einer Geiselnahme geworden war und in der amerikanischen Botschaft von Kuwait landete, fiel die Standortwahl schließlich auf London. Durch diese offensichtlichen Turbulenzen in jungen Jahren aufgewühlt, stand der junge Protagonist dieser Einführung zunächst sprachlos da und sah sich am Abgrund einer Jugend als Vertriebener: „Es war wohl diese Kombination, die Umzüge, gepaart mit der grausamen Zeit, die ich anfangs in der Schule durchlebte. Daran lag es auch, dass ich schließlich verlernte, wie man liest und schreibt. Ich ließ eine Zeit lang sogar das Sprechen sein. Dann nahmen sie mich für ein halbes Jahr von der Schule, damit ich mich ein wenig sammeln konnte. Außerdem mussten wir natürlich eine neue Schule finden. Es geschah zu dieser Zeit, dass mir die Musik so unglaublich wichtig wurde. Und die Musik war es auch, die mir letztlich wieder auf die Beine geholfen hat.“ Heute berichtet er, dass er schon im zarten Alter von neun Jahren wusste, dass Songwriting sein Schicksal sein würde. Die einzigartigen Performances, die viel später auch die härtesten Kritiker überzeugen sollten, kamen ihm erst Jahre darauf in den Sinn...

„Als ich dann als kleiner Junge mit dem Singen angefangen hatte, bekam ich plötzlich Jobangebote von allen Seiten. Ich wurde damals von diesem unfassbar strengen russischen Gesangslehrer unter die Fittiche genommen, und durch dieses Training konnte ich plötzlich auf Gesangswettbewerben echt gut abschneiden. Ich habe alles ausprobiert, ob es nun Aufnahmen im Royal Opera House waren oder ein Werbe-Jingle für Orbit-Kaugummi – ganz egal. Ich werde wohl nie vergessen, wie es sich angefühlt hat, bei British Airways anzurufen, um ein Ticket zu bestellen, nur um plötzlich auf meine eigene Stimme in der Warteschleife zu stoßen. Das waren wirklich harte acht Minuten. Ein weiterer der Hauptgründe dafür, dass ich so viel zu tun hatte, war wohl, dass ich so verdammt billig war! Meine Mutter und ich hatten ja keine Ahnung, wir wussten einfach nicht, was angemessene Preise waren –, und natürlich war auch niemandem daran gelegen, uns über die Fehler in unserer Preispolitik aufzuklären! Wenn ich also heute zurückdenke, dann kommen mir die 45 Pfund für die Orbit-Werbung schon ein wenig dürftig vor...“ Als autodidaktischer Klavier-Virtuose, Stimmwunderkind und geborener Entertainer, hat Mika die Musik seit jeher in seinem Fleisch und Blut. So verwundert es kaum, dass er schon in so jungen Jahren bereit war, alles für seine Leidenschaft zu geben. Denn Mika fiel keinesfalls in die Kategorie derjenigen, die mit gekrümmten Rücken unter der Bettdecke ihr Radio anhimmeln oder von der flimmernden Glamourwelt von „Top of the Pops“ verzaubert werden. Seine Initiation in die Welt der Performances sah gänzlich anders aus: Mit nur elf Jahren wurde er auf die Bühne einer Richard-Strauss-Oper katapultiert! Und kein Geringerer als David Hockney war während der Proben anwesend, um gemeinsam mit diversen Models das Set in Form zu bringen. (Das Poster zur besagten Oper hat Mika auch heute noch an der Wohnzimmerwand hängen – natürlich signiert von Hockney). Nach seiner fast vollständigen Ausgrenzung während der äußerst kurzen Schullaufbahn – „Ich wünschte, ich könnte behaupten, dass ich mein Eigenbrödler-Dasein bewusst gewählt habe. Aber so war’s nicht, ich wurde ausgegrenzt.“ –, kam ihm eine derartige Alternative natürlich gerade recht: Und so verliebte er sich schon am ersten Tag in die sprichwörtlichen Bretter, die für ihn sogar eine magische Welt bedeuteten:

„Das war eine magische Welt, eine Welt, in der ich leben konnte. Eine Art Paralleluniversum für Menschen, das illusorisch, bezaubernd und verblüffend zugleich ist.“


Diskographie

Life in Cartoon Motion

Album

Universal (Universal)

Lollipop

Single

Island (Universal)

Right Place,Right Time

Album

Klein Reco (rough trade)

Happy Ending

Single

Universal (Universal)

Relax,Take It Easy

Single

Casablanca (Universal)

Grace Kelly

Single

Universal (Universal)






Artikel von: Redaktion Quelle: Universal Music Letztes Update: 25.03.2008








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