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Backstreet Boys

Backstreet Boys - Foto Copyright: Ray Kay / Jive Records 2007

Foto: Ray Kay / Jive Records 2007

Es ist kaum zu glauben, dass es tatsächlich schon fünfzehn Jahre her sein soll, seit die Backstreet Boys mit ihrem selbstbetitelten Erfolgsalbum die Popwelt im Sturm eroberten. Das Album „Backstreet Boys“ erschien 1997 und begeisterte eine ganze Generation junger Popfans. Erinnern Sie sich an die makellosen Harmonien der Songs und die bedingungslose Leidenschaft, mit der Millionen von Anhängern eine wahre BSB-Manie lostraten? Vielleicht hatten Sie sogar selbst ein BSB-Poster an der Wand hängen.


Verwandte Genres

Pop

Biographie

Bis heute hat die Gruppe weltweit mehr als 75 Millionen Alben verkauft. Die beiden ersten US-Alben „Backstreet Boys“ (1997) und „Millenium“ (1999) erreichten mit jeweils mehr als zehn Millionen verkaufter Einheiten Diamantstatus und „Millenium“ schoss in mehr als fünfundzwanzig Ländern auf Platz eins der Verkaufscharts. Die Band hatte ein Dutzend Top-40-Hits, darunter die Top-5-Singles „Quit Playing Games (With My Heart)“, „As Long As You Love Me“, „Everybody (Backstreet’s Back)” und „All I Have To Give”. Einiges hat sich verändert seit die fünf Bandmitglieder Nick Carter, Howie Dorough, Brian Littrell, AJ McLean und Kevin Richardson 1997 in den Fokus einer begeisterten Öffentlichkeit rückten. Heute sind sie, genau wie ihre Fans der ersten Stunde, längst erwachsen, sie haben Familien gegründet, an Soloprojekten gearbeitet und am Broadway gesungen und sie haben auch die Schattenseiten des Ruhms kennengerlernt: Alkohol- und Drogensucht, unzuverlässige Manager und sogar schwere gesundheitliche Probleme. 2006 verließ Richardson die Band – in Absprache mit und begleitet von den besten Wünschen seiner Bandkollegen.
Doch wer „Unbreakable”, das neue, sechste Album der Band hört, stellt schnell fest, dass die einprägsamen Melodien, die großartigen Hooklines und die sorgfältig einstudierten drei- und vierstimmigen Harmonien so grandios klingen wie immer. Die Backstreet Boys sind mit Leib und Seele Musiker. „Es ist toll, dass wir immer noch dabei sind,“ sagt Howie. „So viele Künstler, Boybands und Rapper, die mit uns angefangen haben, haben sich schon längst verabschiedet. Wir orientieren uns an Künstlern wie den Eagles, den Rolling Stones oder Aerosmith, wo jedes Mitglied sein eigenes Ding macht und man trotzdem immer wieder zusammenkommt. Ich finde diese Kontinuität bewundernswert.“
Und Brian fügt hinzu: „Viele dieser in der Versenkung verschwundenen Popbands hatten einen oder zwei sehr gute Sänger, um die sich alles drehte. Dass wir so lange zusammengeblieben sind, hat auch damit zu tun, dass wir ein Team gleichberechtigter Sänger mit einer gemeinsamen Vision sind. Wir haben als Band soviel durchgemacht. Entweder entzweit das eine Gruppe oder es schweißt sie noch fester zusammen. Als wir zwischen 2002 und 2005 eine Pause einlegten, nutzen wir die Zeit, um durchzuatmen und zur Ruhe zu kommen. Es ist gar nicht schlecht, wenn Du einige Zeit aufhörst, ein Popstar zu sein. Jeder von uns hat sich emotional weiterentwickelt und wir haben trotzdem nie den Respekt vor uns als Gruppe verloren.“
Anderthalb Jahre haben die Backstreet Boys an „Unbreakable” gearbeitet und haben dabei nie den trademarkhaften XL-Pop-Sound aus den Augen verloren, den sie selbst und die Fans so lieben. Die erste Single „Inconsolable“ wurde produziert von Emanuel Kiriakou (Nick Lachey, Celine Dion, Katherine McPhee) und ist eine klassische Midtempop-Piano-Ballade, die unweigerlich an die großen Hits der Gruppe erinnert und von US-Radiosendern vorab begeistert gespielt wurde. Die dreizehn Stücke des Albums fließen perfekt ineinander. „Helpless When She Smiles“ ist eine weitere wunderschöne Midtempop-Ballade, die vom Grammy-Preisträger John Shanks (Kelly Clarkson, Sheryl Crow, Bon Jovi, Hilary Duff) produziert wurde. Eine Reihe anderer Songs wurden in Nashville von Co-Songschreiber Dan Muckala produziert, der mit den Backstreet Boys auch schon für deren vorheriges Album „Never Gone“ zusammengearbeitet hat. Eines der mit ihm entstandenen Songs ist das an die Beatles erinnernde „Unsuspecting Sunday Afternoon“, ein Favorit der Band. Über das Stück sagt Brian, es sei „eine Liebesgeschichte, aber mit einer unerwarteten Botschaft, die zum Nachdenken anregt. Die Melodie geht nach der Bridge in einen neuen Song über, das gefällt mir. Die Emotionen, die durch den Gesang vermittelt werden, machen dieses Lied aus. Es ist anders, als alle anderen Stücke, die wir bisher aufgenommen haben.“
Die Band lernte Muckala, der damals hauptsächlich für christliche Künstler Stücke schrieb, vor fünf Jahren kennen. „Er war ein bisschen eingeklemmt in dieser Schublade aber wir fanden ihn toll und wollten ihn unbedingt haben“, sagt Howie. „Wir hatten Glück, dass wir zur rechten Zeit da waren. Er war eine wichtige Inspiration für `Incomplete`, die erste Single von `Never Gone`. Manchmal schreiben Leute Riesenhits, werden plötzlich unbezahlbar und verlieren obendrein ihre Einzigartigkeit. Bei Dan war das nicht so und wir hatten alle große Lust, wieder zusammenzuarbeiten.“
Der Band war es wichtig, viele Uptempo-Songs auf dem Album zu haben, um live ausreichend Gelegenheit für ihre legendären Choreografien zu finden. Das Synthesizer-dominierte „Everything But Mine“, das verspielte „Panic“, das temporeiche „Any Other Way“ und das eigenwillige „One in a Million“ bieten dafür allerbeste Voraussetzungen. Auf „Never Gone“ experimentierte die Band mit einem gitarrenlastigeren Sound, auf den sie zugunsten klassischer Dancetracks jetzt wieder verzichtete. „Zu den rockigen Stücken konnten wir einfach nicht tanzen“, sagt Howie. „Wir haben im Studio über dreißig Songs aufgenommen, aber am Schluss das Meiste verworfen. Unsere Fans sollen uns wiedererkennen. Und wir wollen auf der Bühne tanzen, das gehört bei uns einfach dazu.“
„Wir können es kaum erwarten, auf der Grundlage unseres neuen Materials eine tolle Bühnenshow zusammenzustellen“, ergänzt Nick. „Der Gesang und die Harmonien machen die Hälfte aus, die andere Hälfte ist die Perfomance. Wir sind eben Entertainer,“ lacht AJ. „Wir sind doch keine frühzeitig gealterten Herrschaften, die auf der Bühne nur noch singend auf dem Hocker sitzen. Wenn man die Platte hört, merkt man schnell, dass die Stücke sich perfekt für Liveauftritte eignen.“ Es scheint tatsächlich so, als seien die Backstreet Boys nie weg gewesen. Nach fünfzehn Jahren im Musikgeschäft wird ihnen immer noch von allen Seiten höchste Aufmerksamkeit entgegengebracht. „Es ist schön, dass die Leute sich für uns interessieren und dass wir unsere Fans mit unseren Stücken begeistern können. Wir haben wirklich etwas Bemerkenswertes erreicht“, sagt Brian.
„Unsere Musik hat sich mit unseren Fans verändert. Als wir angefangen haben, waren wir wahnsinnig jung“, fügt Howie hinzu. Mit jedem Album haben wir uns weiterentwickelt, von den Texten her und auch gesanglich. Obendrein hatten wir die Möglichkeit, die geschäftliche Seite kennen zu lernen und ich denke, wir sind mit der Zeit auch richtig ordentliche Künstler und Musiker geworden. Ich schätze, dass merkt man auch.“
Und AJ merkt noch an: „Wir sind unser halbes Leben lang Teil dieser Gruppe gewesen, das ist doch ziemlich verrückt. Hättest Du mich 1992 gefragt, ob ich 2008 immer noch ein Backstreet Boy sein würde, wäre ich da nicht so sicher gewesen. Aber wir machen weiter, weil wir das lieben, was wir tun. Es ist das Beste, auf der Bühne zu stehen und in die fröhlichen Gesichter von tanzenden Mädchen, Jungs, Pärchen und Omas zu schauen.“







Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update: 12.05.2008








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