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Clipse

Clipse - Foto Copyright: Jonathan Mannion

Foto: Jonathan Mannion

Clipse lernten Pharrell Williams bereits 1993 in Virginia Beach durch einen gemeinsamen Freund kennen. Nachdem sie bereits in den frühen Achtzigern von der Bronx nach Virginia umgezogen waren und ihre Nordost-amerikanischen Wurzeln in eine vornehmlich ländliche Umgebung umgepflanzt wurden, hatten die beiden in der Folge einen bis dahin noch nie gehörten Rapstil entwickelt.


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Hip-Hop Rap

Biographie

„Wir waren HipHop-Fans und wir erkannten, was sich im Unterschied zu früher geändert hatte“, sagt Malice. „Die wahren Lyriker waren Leute wie Kool G Rap, Large Professor oder Big Daddy Kane. Wir eiferten den Typen nach, die wirklich Wert auf ihre Texte legten und Struktur in ihren Songs hatten.“
Pharrell war beeindruckt, nahm die Brüder unter seine Fittiche und es entstand eine Arbeitsgemeinschaft auf freundschaftlicher Basis, die allerdings einige Fehlstarts zu verkraften hatte, bevor schließlich das Album „Lord Willin’“ erschien. Pusha: „Zunächst schrieb ich eine Million Freestyles und schickte sie an verschiedene Mixtape-DJs, mit dem Ergebnis, dass ich die Tapes dann hörte und mich fragte ‚Mann, warum sind meine Freestyles da nicht drauf?’ Aber das Mixtape-Business war total übersättigt. Wenn man nicht von Roc-A-Fella Records kam oder zumindest ein Rapper aus New York war, dann hatte man so gut wie keine Chance, da rein zu kommen. Das ist nun mal, wie es läuft. Wir leben nicht in New York, also haben wir auch keine Ahnung, was da abgeht. Wir kümmern uns um die Dinge, die hier in Virginia passieren. Und ich dachte mir: ‚Okay, wenn es also auf diesem Wege nicht klappt, dann konzentrieren wir uns eben auf unsere Platten und machen es wie OutKast.’ Ich kann mich nicht erinnern, die schon mal auf einem Mixtape gehört zu haben. Das war ganz einfach nicht unsere Welt.“ Virginia war HipHop-technisch bis Mitte der Neunziger (bis zum Durchbruch der Neptunes, Timbaland und Missy Elliot) lediglich ein weißer Fleck auf der Landkarte. Clipse machten sich daran, zu beweisen, dass ihr Bundesstaat nicht nur ein Ort für Liebhaber, sondern auch für Rapper ist. Als das Duo schließlich 2002 den Track „Grindin’“, einen Treueschwur an das Leben auf der Straße, aufgepimpt mit etwas, das wie Big Beat mit Tourette-Syndrom klang, veröffentlichte, horchte die Welt auf. Das folgende Album „Lord Willin’“ verschaffte den beiden schließlich den Durchbruch – doch der ist mittlerweile nun auch schon vier Jahre her. Im HipHop ist es wie überall, du bist nur so gut wie deine letzte Single. Und natürlich fragen sich die Fans heute: „Was habt ihr verdammt noch mal eigentlich in den letzten Jahren getrieben?“.
Die Antwort auf diese Frage ist „Hell Hath No Fury“. Komplett produziert von den Neptunes ist es ein Zeugnis des Old-School-Ethos des HipHop. Die einmalige Synergie zwischen Produzenten und Künstlern, eingedampft auf eine Stunde Spielzeit. Und die Tatsache, das beste Produktionsteam im HipHop zur Verfügung zu haben ist ein Luxus, dessen Clipse sich jederzeit bewusst sind: „Ich bin sehr ignorant, wenn es um die Produktion geht“, gibt Pusha zu. „Ich selbst könnte nie einen der Tracks analysieren und sagen: ‚Der besteht ja nur fünf aus Sounds’. Ich glaube, ich habe noch nie gesagt: ‚Hey, ihr müsst die Drums ein bisschen härter machen.’ Ich weiß, wenn etwas hot klingt, aber ich könnte nie sagen: ‚Pharrell, die Drums sind übersteuert oder die Hi-Hats sind superknackig.“
„Ich bin so froh, dass wir die Neptunes haben“, ergänzt Malice. „Beats sind einfach ihr Ding. Sie bauen sie, nehmen sie auf und dann komme ich und steuere bei, was immer ich kann. Man geht eigentlich immer automatisch davon aus, das ihre Produktionen der absolute Wahnsinn sind.“







Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update: 29.05.2008








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