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Tobias Regner

Tobias Regner - Foto Copyright: Nikolaj Georgiew

Foto: Nikolaj Georgiew

Mit dem 23-jährigen Tobias Regner ging aus Staffel 3 der RTL-Talent-Show ein Sänger als Sieger hervor, den ein paar Wochen zuvor kaum einer auf der Rechnung hatte. Letzten Endes setzte sich der aus dem oberbayerischen Teisendorf stammende Musiker nicht nur gegen die ursprünglich 14.000 DSDS-Bewerber durch, sondern vereinte nach den wochenlangen K.O.-Runden im Rahmen der neun „Motto Shows“ in der Final-Show am 18. März die meisten Zuschauerstimmen auf sich.


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Doch so überraschend der ungefährdete Durchmarsch des Metallica-Fans Regner für viele Medien-Beobachter, die sich z. T. früh auf andere, vermeintlich aussichtsreichere Kandidaten festgelegt hatten, auch war, so neidlos mussten die ausgeschiedenen Konkurrenten sein unbestreitbares Talent anerkennen. Keine Wunder also, dass der Zweitplatzierte Mike Leon Grosch den Sieg seines Widersachers am Abend der Entscheidung ohne zu zögern mit den Worten „Deutschland hat einen würdigen Superstar!“ kommentierte.
Dass der sympathische Bayer tatsächlich das Zeug dazu hat, im Musikbusiness zu bestehen, zeigte sich bereits eindrucksvoll in den Tagen nach dem spektakulären Sieg. Souverän, als habe er in seinem Leben nie etwas anderes getan, stellte sich Regner den Fragen der unzähligen Radio-, Print- und TV-Journalisten, absolvierte einen TV-Promotion-Marathon (u. a. TV Total und Stern TV) und stand auf der Urlaubsinsel Mallorca für sein erstes Video vor der Kamera. Zur Weltpremiere am Veröffentlichungstag von „I Still Burn“ - gerade mal sechs Tage nach seinem Sieg - war der DSDS-Triumphator dann bereits wieder in den Berliner VIVA-Studios zur Stelle, um den Clip persönlich anzusagen. Fazit der ersten sechs Tage: 3000 Flugkilometer, 82 Interviews, drei verlorene Kilos, 21 Stunden Schlaf, genau zwei Mahlzeiten, die am Tisch und nicht im Rennen eingenommen wurden, eine nicht mehr zählbare Menge von gegebenen Autogrammen und ein trotz des Stresses unabänderlich gut gelaunter Tobias Regner, der die Medienpartner mit seiner Professionalität beeindruckte.
Eine Woche später dann die verdiente Erfolgsmeldung: Unangefochten setzte sich „I Still Burn“ sofort an die Spitze der Media Control Single Charts, und auch in Österreich und in der Schweiz enterte die unverschämt eingängige Powerrock-Ballade die Verkaufshitliste auf Position Eins und stellt auch noch zwei Rekorde auf: Seit zwei Jahren wurde keine Single in einer Woche so häufig verkauft, und seit Erfassung von Downloads wurde kein Titel so häufig legal heruntergeladen. Der Song aus der Feder von Peter Wright und Jess Cates (u. a. am Backstreet-Boys-Hit „Incomplete“ beteiligt) stammende Titel wurde – wie auch das gesamte Debütalbum - vom Berliner Valicon-Produktions-Team Brix, Bernd Wendlandt und Ingo Politz produziert, das in den vergangenen Jahren u. a. Chart-Acts wie Silbermond hervorgebracht hatte.
Am 28. April erscheint mit „Straight“ schließlich Tobias Regners Debüt-Album, das selbstverständlich auch seine erste Hitsingle enthält. Die dreizehn Songs des Longplayers vereinen darüber hinaus einige der renommiertesten Songwriter unserer Zeit, wie z. B. Desmond Child, der bereits Welthits für Kiss, Aerosmith und Cher schrieb und den Song „Homeless Heart“ beisteuerte. Max Martin, schwedisches Sound- und Song-Mastermind hinter zahllosen Erfolgen von Celine Dion, Bryan Adams, Kelly Clarkson, Britney Spears, den Backstreet Boys und N’Sync, ist der Autor des Songs „Hologram“. Außerdem enthält „Straight“ Tracks weiterer internationaler Komponisten wie z. B. Magnus Fridh und Pelle Nylen („In Your Hands“, „My One Mistake“), Dane Deviller, Sean Hosein und Brian John Howes („Another Second Chance“) sowie Marcus Englof, Samuel Waermoe und Andreas Carlsson („She’s So“).
Auch die Namen der beiden Valicon-Macher Ingo Politz und Bernd Wendlandt finden sich in den Songwriting-Credits: Sie schrieben für Tobias Regner die Songs „Someday“, „I Know“ und – gemeinsam mit Falco- und Yvonne-Catterfeld-Songwriter Steve van Velvet – den Titel „Let It Die“. Dass Tobias aber nicht nur gesanglich zum Besten gehört, was Deutschland aktuell zu bieten hat, beweist er mit den Stücken „All My Life“, „My First Time“ und „Singular“, für die der 23-jährige sowohl Musik als auch Text verfasste.
Dass er sein weiteres großes Talent – das Beherrschen mehrerer Instrumente - nicht auf dem Erstling unter Beweis stellen kann, ist derweil dem puren Zeitmangel geschuldet. „Ehrlich gesagt hatte ich während der Produktion überhaupt nicht daran gedacht, selbst zur Gitarre zu greifen“, gesteht er, „in Zukunft werde mich aber ganz bestimmt auch mit meinem Instrument einbringen.“ Dazu wird er in der nächsten Zeit auch mehr als nur eine Gelegenheit haben: Vom 27. Mai bis zum 15. Juni geht Tobias Regner mit seiner Live-Band auf Deutschland-Tournee: die „Absolute Straight“-Tour beinhaltet mehr als 15 Konzerte in nicht einmal drei Wochen und schliesst zusätzlich diverse weitere Festivalauftritte an.
Mit dem Ergebnis, das am 28. April erschient, ist der junge Künstler mehr als zufrieden. „’Straight’ ist ein extrem abwechslungsreiches Album geworden“, sagt Tobias Regner, „einige Sachen gehen in Richtung Nickelback, die mir persönlich sehr gut gefallen. Andere klingen wieder eher Coldplay-mässig und dann ist mit ‚Homeless Heart’ ein richtiges Singer/Songwriter-6/8-Stück drauf“, schwärmt der Vollblutmusiker, der seine erste Band vor neun Jahren gründete. Bis zu seiner DSDS-Teilnahme war er aktives Mitglied in sage und schreibe drei Bands gleichzeitig: Plutone, Melock und in der Tanz- und Showband Ge’läck, mit der Tobias regelmäßig Auftritte im Raum Oberbayern absolvierte und damit quasi eine Familientradition fortführte. Seine Eltern hatten in den Siebziger Jahren mit ihrer Tanzband die Gegend unsicher gemacht. „Das hätte ich wirklich gerne mal gesehen“, sagt er. „Schließlich habe ich das Talent, das mir meinen Start in die Profi-Karriere ermöglicht hat, von diesen beiden Menschen geerbt.“
Tobias Regner wuchs in dem Dorf Freidling bei Teisendorf in Oberbayern auf, später zog seine Familie nach Holzhausen um. Als Jugendlicher besuchte er die örtliche Musikschule, wo er fünf Jahre lang klassischen und ein Jahr Jazz-Klavierunterricht nahm. Seine ersten öffentlichen Auftritte absolvierte er Mitte der Neunziger als Mitglied der Nu-Metal-Band Black Jack’s, später konnte er mit der Band Six-Up einen Talentwettbewerb für sich entscheiden.
Nach dem Abitur trat Tobias seinen Zivildienst in der Diakonie Freilassing an, anschließend absolvierte er einen Studiengang im Fach Kommunikationsdesign an der Universität Salzburg. Nachdem er diesen im Juli 2005 erfolgreich abgeschlossen hatte, bewarb er sich schließlich für die Teilnahme an der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“, wohl ohne wirklich zu ahnen, was dieses Vorsingen für seine Zukunft bereit halten sollte: Eine viel versprechende Karriere, hervorgerufen durch eine außerordentliche Stimme und ein beeindruckendes Talent, aber auch durch sein unglaublich sympathisches Wesen und seine ungewöhnliche Professionalität.







Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update: 20.05.2008








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