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Jenniffer Kae

Jenniffer Kae - Foto Copyright: David Cuenca

Foto: David Cuenca

Jenniffer Kae konnte eher singen als sprechen. Eine kleine Konzertbühne, ein rummeliger Backstagebereich und der Bus, mit dem man von A nach B fuhr, waren für sie selbstverständlicher Lebensraum. Die Eltern machten Musik und lebten davon. Nicht immer üppig, aber man war mit sich und seiner Familie im Einklang und kam über die Runden.


Verwandte Genres

Pop RnB

Biographie

Jenniffer konnte schon Instrumente bedienen und mit professioneller Geste das Mikrophon halten, bevor sie mit Messer und Gabel umgehen lernte. Sie wurde in ein Künstlerleben hineingeboren und kann sich heute, mittlerweile 20 Jahre alt, immer noch kein anderes vorstellen.

Das Musikerleben bedingt häufige Ortswechsel. 16mal ist Jenniffer umgezogen, doch immer mal wieder ist ein kleines Dorf unweit von Mainz die Drehscheibe für ihre Aktivitäten. Hier geht Jenniffer zur Schule, aber dem Unterricht folgt sie nur mit einem Ohr. Im anderen steckt ein Kopfhörer, verborgen unter ihrem langen Haar. Nur um die Zeit zu überbrücken schreibt sie sich nach dem Abschluss erstmal in eine fortführende Schule ein. Und langweilt sich dort ganz grässlich. Einen konventionellen Berufswunsch definiert Jenniffer gar nicht erst – sie hat andere Pläne.

Da ist sie gerade 16 und frei für erste Abenteuer. Zusammen mit ihrer Schwester, die es ebenfalls faustdick hinter den Ohren hat, erkundet sie die Welt. Ganz spontan. Nach dem Kino mal eben nach Paris. Sie schlafen in der Jugendherberge oder auf der Wiese vorm Louvre. Oder mal eben nach Frankfurt, zu einem Konzert von Beyoncé. Tickets? - Jenniffer kann Augen machen, denen kein Security-Brocken widerstehen kann. Besonders wenn es darum geht, ihren Idolen nahe zu kommen. Sie kommt auch ohne Karte in Show und Backstagebereich.

Szenenwechsel. In der Nähe von Lüneburg hat Peter Hoffmann sein Studio, Urgestein in der deutschen Producerszene. Nach den Aufbaujahren für Tokio Hotel möchte er jetzt mit einer Sängerin arbeiten und hört sich um. Jenniffer Kaes Stimme hakt sich fest in seinem Kopf, und er hilft ihr, ihren eigenen Weg zu finden. Jenniffers musikalisches Sprach- und Rhythmusgefühl ist eindeutig international geprägt. Deshalb sucht Hoffmann den Schulterschluss zu dem englischen Songschreiber- und Producerteam Steve Chrisanthou und John Beck, das sehr erfolgreich mit Corinne Bailey Rae, Michael Bolton und Tasmin Archer gearbeitet hat. Eine intensive Zusammenarbeit beginnt, in der Jenniffer nicht nur den Part der Interpretin innehat. Von Anfang an wird sie in alle Aspekte der Musik integriert, und ihr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten wächst.

Jenniffer macht Soul, keine Frage. Mit einem Spektrum, so breit gefächert wie die Schattierungen des Seelenlebens eben sind. Und mit einer Leichtigkeit, die sämtliche Schranken zwischen R’n’B, Gospel und 60er-Jahre-Nostalgie nonchalant aus den Angeln hebt. Jenniffer Kae kann das: Emotionen zu Klängen, Geschichten zu Songs werden lassen. Und sie tut es mit einer unglaublich wandelbaren Stimme, die klanglich vor nichts halt macht, ohne dabei jemals diese spielerische, mädchenhafte Art zu verlieren, die Jenniffer eigen ist.

Die erste Single-Auskopplung wird Little White Lies, ein Song über die kleinen Beziehungslügen, die das Vertrauen zerstören, das ‚Wir’ ersticken und einen harten Schnitt unumgänglich machen. Wer nun erwartet, dass der Song als niedergeschlagene Ballade daherkommt, kennt Jenniffer schlecht. „Na klar, ich singe auch über schwere Themen, aber ich kann ja nicht zulassen, dass sie mich erdrücken!“ Sie singt den groovigen Midtempo-Ohrwurm mit großer Energie - die Seele kann wieder atmen, das Herz geht auf. Was uneingeschränkt für das gesamte Debüt-Album gilt, das nun vorliegt: Jenniffer lebt Musik, das spürt man, auch ohne diese Zeilen gelesen zu haben.







Artikel von: Redaktion Quelle: Warner Music Letztes Update: 28.07.2008








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