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Gavin DeGraw

Gavin DeGraw - Foto Copyright: Eric Ogden

Foto: Eric Ogden

Wo gibt’s denn so was noch: In aller Ruhe vollzog GavinDeGraw in der vergangenen Monaten die Verwandlung vom vielversprechenden jungen Nachwuchsstar zu einem der meist beachteten Singer/Songwriter der Vereinigten Staaten.


Verwandte Genres

Rock Pop

Biographie

DeGraw hat den altmodischen Weg gewählt. Seine Karriere ist aufgebaut auf dem stabilen Fundament seiner schöpferischen Fähigkeiten, Ehrgeiz, Ausdauer und sympathischer Bodenständigkeit. Mit dem zweiten selbstbetitelten Studioalbum „Gavin DeGraw“ fügt er seinem Werk jetzt endlich das lang erwartete nächste Kapitel hinzu.
Der Durchbruch gelang DeGraw 2003 mit der Veröffentlichung seines Debütalbums „Chariot“, mit dem sich der charismatische Newcomer im Handumdrehen in die Herzen eines begeisterten Publikums spielte. „Chariot“ verkaufte sich allein in den USA mehr als eine Million Mal und wurde mit Platin ausgezeichnet. Aus dem Album wurden drei Hitsingles ausgekoppelt - „I Don’t Want To Be“, „Follow Through“ und der Titeltrack „Chariot“. Und: DeGraws Beliebtheit schlug sich nicht nur in nackten Verkaufszahlen und Chartplatzierungen nieder. Das Stück „I Don’t Want To Be“ wurde als Titelsong für die erfolgreiche US-TV-Serie „One Tree Hill“ ausgewählt. DeGraw wurde zum gern gesehenen Gast in populären US-Talkshows wie The Late Show mit David Lettermann, The Tonight Show mit Jay Leno, Live mit Regis & Kelly und Last Call mit Carson Daly. Seine Stücke wurden von American-Idol-Kandidaten interpretiert und DeGraw tourte so oft es ging und spielte in immer größeren Hallen.
Das Album „Gavin DeGraw” ist eine Sammlung leidenschaftlicher und gefühlvoller Stücke über das Leben und die Liebe. DeGraw hat der Versuchung widerstanden, den sicheren Weg zu wählen und die Erfolgsformel des ersten Albums zu modifizieren und noch einmal zu benutzen. Bewusst wählte er für sein zweites Album einen deutlich rockigeren Klang. Als Produzent holte DeGraw Howard Benson (My Chemical Romance, Daughtry, Motörhead) ins Boot. DeGraw schrieb alle Stücke selbst, spielte Gitarre und Klavier und war an den Arrangements der Songs beteiligt.
„Classic Rock war schon immer meine große Leidenschaft und wird meine Grundlage bleiben”, erklärt DeGraw, der an der renommierten Berklee School of Music studiert hat. „Ich hatte den Eindruck, dass meine erste Platte sehr lieblich und zart war und Yin und Yang müssen doch schließlich ausgeglichen sein. Also wählte ich diesmal eine etwas härtere Gangart. Man möchte doch nicht bis in alle Ewigkeit der liebe, nette Kerl sein, der liebe, nette Lieder singt.“ „Gavin DeGraw” mag kantiger und rockiger klingen, aber die Platte ist dennoch kein Hardrock-Album geworden. Das Album stellt einmal mehr DeGraws faszinierende Fähigkeit heraus, Momentaufnahmen von Gefühlen musikalisch Ausdruck zu verleihen. Das Publikum liebt DeGraw, denn ihm gelingt was allen Musikschaffenden im besten Fall glücken sollte - die Fans mit dem Soundtrack ihres Lebens auszustatten. „Ich weiß die Unterstützung meiner Fans wirklich zu schätzen“, sagt er. „Es ist lustig, als ich jünger war und in Bars aufgetreten bin, hat es mich manchmal richtig gestört, wenn die Leute jedes Wort mitsingen konnten. Ich dachte dann: ‚Wie bitte? Was ist denn jetzt los!?’. Du weißt, dass du den Leuten echt etwas bedeutest, wenn sie bereit sind, alles zu vergessen und obendrein billigend in Kauf nehmen, sich vor allen anderen zu blamieren. Toll!“
Auf Wunsch und zur großen Freude seiner Fans veröffentlichte DeGraw 2004 eine reduzierte, akustische Version seines Major-Label-Debüts mit dem Titel „Chariot Stripped“.

DeGraws Geschichte beginnt im winzigen Ort South Fallsburg im US-Bundesstaat New York, zwei Autostunden entfernt von New York City. South Fallsburg ist technisch gesehen gar keine Ortschaft, sondern ein Weiler, eine winzige Siedlung, die nicht einmal groß genug ist um offiziell als Dorf zu gelten. „Der Ort, in dem ich aufgewachsen bin war keineswegs hübsch und sicher“, sagt DeGraw. „Manches war toll, klar, aber ich bin nicht privilegiert aufgewachsen. Ich denke, die Musik war ein Weg für mich, mir vieles schöner zu machen. Wenn ich in einer adretten Gegend aufgewachsen wäre, würde meine Musik wahrscheinlich schmutziger klingen.“
Immer wieder fuhr DeGraw nach New York City um überall dort aufzutreten, wo man ihn spielen ließ – in Restaurants, Bars und kleinen Clubs. Sein erster Auftritt war in einem italienischen Restaurant in Hell’s Kitchen, in dem er auch bediente –„Ich war ein lausiger Kellner“, erinnert er sich lachend. Zunächst spielte er in Bars, die von alten und neuen Freunden besucht wurden. Später trat er in immer größeren Clubs auf und spielte zunehmend vor unbekanntem Publikum. 2001 nahm er in Eigenregie eine Live-CD auf, die er bei seinem immer besser besuchten Shows verkaufte. Dann unterschrieb er bei J Records und brachte 2003 das Album „Chariot“ heraus. Dass die erste Single „I Don’t Want To Be“ als Titelsong für die US-TV-Serie „One Tree Hill“ ausgesucht wurde, gab DeGraws Karriere genau den Anstoß, der nötig war, um den Erfolg unaufhaltsam ins Rollen zu bringen. Mit einem Mal war der eben noch als Geheimtipp gehandelte DeGraw einem riesigen US-amerikanischen TV-Publikum ein Begriff.
„Ich bekam eine Riesen-Chance und ich habe sie genutzt. Aber diese ganze Sache ist mir keineswegs über Nacht in den Schoß gefallen. Ich denke, das half mir sehr, am Boden zu bleiben“, sagt DeGraw. „Erfolg ist immer relativ. Ich empfand es als Erfolg, nicht mehr auf der Straße spielen zu müssen, sondern in Restaurants auftreten zu dürfen. In einer Bar zu spielen statt in einem Restaurant war ein Erfolg. Dann endlich in einem Club aufzutreten und nicht mehr in Bars war ein Erfolg. Ich war zufrieden und hatte ein gutes Leben. Als Musiker in New York von seiner Kunst leben zu können ist schließlich nicht selbstverständlich.“
DeGraw schrieb ein Jahr lang an den Stücken für sein neues Album. Die Songs entwickelte er an der Gitarre oder am Klavier. Die Aufnahmen mit Produzent Benson fanden in Los Angeles statt. Bensons Rock-Perspektive war genau das, was DeGraw brauchte: „Für mich ist ein guter Produzent jemand, der aus einer Platte genau das rausholt, was du dir als Songschreiber vorstellst. Wenn du sagst: ‚Ich will, dass das wie ein fluffiger roter Ball klingt’, dann wird ein guter Produzent sagen: ‚Kein Problem, ich weiß genau, was du meinst’. Und so ist Howard.“
Auf „Gavin DeGraw” geht es um die Liebe mit all ihren Schattierungen, den tiefen Gefühlen, den Schmerzen und der Sehnsucht. „Nur um das mal festzuhalten, auf dieser Platte geht es nicht um ein bestimmtes Mädchen“, sagt DeGraw. „Es geht um unterschiedliche Beziehungen, meine Gedanken und Gefühle und wie ich als Künstler damit umgehe.“ Die erste Single des Albums ist das rockige „In Love With A Girl“, in dem DeGraw die Vorteile einer festen Beziehung besingt. „Es geht darum, wie schön es ist, mit jemandem zusammen zu sein, der dich gut kennt und der an dich glaubt und dich so liebt, wie du bist,“ sagt DeGraw. Das Stück ist thematisch und was den kraftvollen Rock-Sound angeht der perfekte Einstieg in das neue Album. Das bluesige „Young Love” und das fröhlich-verspielte „Next To Me” unterstreichen DeGraws herausragendes Können als Songschreiber. „Let It Go“ ist ein langsames, sanftes, aber dennoch leidenschaftliches Liebeslied, in dem es darum geht, eine Frau davon zu überzeugen, sich auf etwas Unbekanntes, aber versprochenermaßen Gutes einzulassen. „Sie darf sich fallen lassen und den ganzen Stress hinter sich lassen“, sagt DeGraw. „Das komplette Verwöhnprogramm wartet.“ Für „I Have You To Thank” hat DeGraw sich vom Werk seiner liebsten musikalischen Vorbilder inspirieren lassen – Sam Cooke, Smokey Robinson und The O’Jays. DeGraw singt, begleitet von einem kapriziösen Piano-Riff, mit vollem Gefühlseinsatz. „Die Musik von Sam Cooke hat mein Leben verändert“, sagt er. „Er war ein meisterhafter Sänger und seine emotionsgeladenen Stücke erlauben einem als Interpret wirklich alles rauszulassen. Dieser grandiosen Leistung wollte ich Tribut zollen. Wenn du über beide Ohren verliebt bist, bist du der festen Überzeugung, noch nie hat jemand so empfunden wie du. Die Schmetterlinge im Bauch, das Schwindelgefühl – und das Tollste ist natürlich wenn dieses Gefühl gegenüber einer bestimmten Person sich nicht nach einer Zeit abnutzt, sondern sich immer wieder anfühlt wie neu.“
Doch nicht pausenlos geht es auf „Gavin DeGraw“ um die angenehmen Aspekte von Liebe und Partnerschaft. Auf „Cheated On Me“ singt DeGraw über die Schwierigkeiten, die eine räumliche Distanz vom Partner mit sich bringt. Es geht um die Zweifel und Sorgen, die einem durch den Kopf gehen, wenn der Partner nicht bei einem ist. „Man kann nicht lieben, ohne irgendwann auch Eifersucht zu empfinden. Eifersucht ist eine menschliche Gefühlsregung, die sich nicht abschalten lässt. In der ersten Strophe befasse ich mich damit, ob man sich wirklich einfach den Nächstbesten sucht, wenn der Partner nicht greifbar ist und man das Bedürfnis nach Nähe verspürt. In der zweiten Strophe frage ich mich, ob Eifersucht den Partner nicht sogar in die Arme einer anderen Person treibt.“
Mit seinem neuen Album hofft DeGraw dort anzuknüpfen, wo er mit seinem gefeierten Majordebüt aufgehört hat. „Die größte Herausforderung – und die größte Freude am Lieder schreiben ist für mich, einen Weg zu finden, persönliche Gefühle auszudrücken, die authentisch sind und trotzdem ein großes Publikum ansprechen“, sagt er. „Ich wünsche mir, dass die Leute meine Songs hören und sagen: ‚Ja, ich glaube ich verstehe, was er durchgemacht hat’. Das ist die Kunst – nicht irgendetwas zu schreiben, sondern etwas Echtes, Authentisches.“







Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update: 09.06.2008








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