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Jenna + Ron

Jenna + Ron - Foto Copyright: Nela König

Foto: Nela König

Auch wenn das Geschwisterpaar Jenna (22) und Ron (26) Dohanetz längst zu den musikalischen Hoffnungsträgern der Bundeshauptstadt mit der höchsten medialen Erwartungshaltung zählt, treten die beiden Kreuzberger bei der 2007er-Ausgabe des „Bundesvision Song Contests“ aus gutem Grund nicht für die Millionenmetropole, sondern ein benachbartes Bundesland an: Sachsen-Anhalt.


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Biographie

Schließlich stammt nicht nur der musizierende Teil der Familie (Mutter plus zwei Onkel) aus dem bezaubernden Wittenberg – auch Gitarrist und Sänger Ron erblickte das Licht der Welt in der berühmten Lutherstadt. Und obgleich in Schwester Jennas Pass als Geburtsort Berlin zu lesen ist, die Verbindungen in die Heimat sind ungebrochen und mannigfaltig. Bedingt durch die Tourverpflichtungen der Mutter, die sich mit ihrer Band oft auf Konzertreise befand, verbrachte Ron die ersten sechs Jahre seines Lebens im ständigen Hin- und Her zwischen Berlin und Wittenberg, wo der Kleine die Zeit in der Obhut seiner Großmutter verbrachte. Auch der komplette Rest der Familie lebt in der 47.000-Einwohner-Stadt. Kein Wunder also, dass die beiden auch in späteren Jahren ihre Sommerferien nicht selten in der Region verbrachten, u.a. verbinden sowohl Jenna als auch Ron einige ihre schönsten Achtzigerjahre-Kindheitserinnerungen mit dem Garten Piesteritz in der Nähe der Lutherstadt und Spaziergänge am Elbufer.

Zurück zur Musik: Ein erstes Ausrufezeichen setzte das Duo im Frühjahr 2006. Da landeten Jenna+Ron gleich mit ihrer Debütsingle „Mittendrin“ in den Media Control Single Charts. Dass es allerdings überhaupt zu dieser Veröffentlichung bzw. der Gründung der geschwisterlichen Band kommen konnte, ist mehrheitlich Jennas Beharrlichkeit geschuldet: So überredete die Sängerin nicht nur ihren großen Bruder, seine geliebte Hardcore-Punkband sausen zu lassen und einen Song mit ihr aufzunehmen – sie war es auch, die im Sommer 2005 die Szene-Party einer Major-Company crashte, die im Rahmen der Popkomm in ihrer Heimatstadt stattfand. Ihre Vorgehensweise war dabei ebenso entwaffnend wie effektiv. „Ich habe einfach jeden angesprochen und was vorgesungen“, berichtet Jenna heute ungerührt. Bis sie letzten Endes bei ihrem späteren Produzenten Mic En Sen landete. Der war so dermaßen hingerissen von ihrer Stimme und Personality, dass er sie zwei Tage nach dem Event anrief, um einen Studio-Termin zu vereinbaren. Gemeinsam nahmen die beiden zum ersten Mal unter Profi-Bedingungen einen Song auf: „Alles wird weiß“. Dann ging alles ratzfatz: Nach gerade mal fünf Auftritten in Berlin und Umgebung (u.a. im legendären Knaack Club) hatten die beiden bereits einen Deal mit Valicon Music/SONY BMG in der Tasche.
Denkt man an die zahlreichen klassischen Geschwisterpaare der Pop- und Rockgeschichten wie z.B. die Gallagher- (Oasis) oder Mael-Brüder (Sparks), so erinnert man sich gerne an wilde Streitereien und heftigen Zank, der gerne auch im Blitzlichtgewitter der Weltöffentlichkeit ausgetragen wurde. Im Hause Jenna+Ron herrscht dagegen eiserne Familiendisziplin, zwar Lichtjahre entfernt von der Kuschelpop-Romantik einer Karen und eines Richard Carpenter, doch haben sich die beiden geschworen, eventuelle Zwistigkeiten im allerkleinsten Kreise auszutragen. Jenna: „Es ist unglaublich. Wir streiten uns jeden Tag - aber wir müssen uns ja auch jeden Tag sehen!“ Ron: „Aber wir machen das nie in der Öffentlichkeit. Nicht mal vor der Band passiert uns das.“ Eins ist klar: Um aufgekratzt-dynamische Dreiminuten-Popsongs zu schreiben und zu produzieren, kann man sich nicht knietief im Harmonie-Ermüdungsbecken suhlen, sondern braucht ein gesundes, kreatives Reizklima. Doch bei aller ungebremsten Pop-Euphorie wissen Jenna+Ron auch sehr genau, was ein richtiges Album so braucht: So finden sich auf dem kommenden Debüt-Longplayer neben den geliebten Uptempo-Nummern auch einige hochkarätige Balladen. Seit Monaten arbeiten die beiden in Berlin gemeinsam mit Mic en Sen und „Valicon“-Produzent Ingo Politz (Silbermond, Bell Book & Candle, myballoon u.a.) an ihrem Debütalbum, fünfzehn Songs sind bereits im Kasten. Neben der Debütsingle „Mittendrin“ - ein Drei-Minuten-zwanzig-Trash-Pop-Meisterwerk – wird die LP natürlich auch den „Bundesvision Song Contest“-Beitrag „Jung+Willig“ enthalten. Bei der rotzfrechen Ich-mach-was-mir-gefällt-scheiss-drauf-was-die-anderen-sagen-Hymne, die die beiden vor ca. drei Monaten schrieben, fällt Ron ein höherer Wortanteil zu als bislang – ein Trend, der sich auch auf den restlichen Songs des Albums fortsetzen wird. Dies hat auch mit dem vermehrten inhaltlichen Input zu tun, den der Gitarrist zum Ouevre beisteuert. „Der Song soll sagen: Leute, macht, was euch Spaß macht! Und wenn sich keiner traut, zu tanzen – egal, macht den Anfang, wenn ihr Lust habt, zu tanzen. Nicht nur zu Hause vor dem Spiegel“, erklärt Ron. Das musikalische J+R-Trademark soll seiner Ansicht nach aber auch in Zukunft die Fronfrau und 1-Finger-Keyboard-Virtuosin Jenna liefern: „Der Jenna+Ron-Sound ist musikalisch extrem variabel und offen, wir hören beide sehr viel verschiedene Musik und wir gehen gern zu Konzerten wie jüngst Johnossi oder The Pipettes. Der Widererkennungswert unserer Songs ergibt sich hauptsächlich aus Jennas fantastischer Stimme.“







Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update: 10.06.2008








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