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Claudia Koreck

Claudia Koreck - Foto Copyright: Michael Malfer

Foto: Michael Malfer

Über Liebe kann man nun wirklich nichts mehr singen. Ist schon alles gesagt! Und was ist mit Claudia Koreck? Sie tut es doch: Sie singt über das Verliebtsein, über Gefühle, die jeder kennt, übers Fliang. Eine vergessene Tasche, ausgezogene Schuhe, ein paar Haare im Bett, die Überbleibsel werden zur schmerzhaften Erinnerung. Anderseits: Kaffeetrinken erklärt sie zum Ereignis, zum absoluten Verliebtheitsbeweis.


Verwandte Genres

Pop

Biographie

Verliebtsein, Verlassensein, Verrücktsein, sie drückt sehr unmittelbar in ihren Texten aus, was sie empfindet, ohne Scheu vor kitschigen Bildern, vor Schmetterlingen im Bauch. Oder: von de Schmettaling, denn die Traunsteinerin singt Bayerisch, weil ihr die Zeilen letztendlich noch etwas wichtiger sind als die Noten. Wie kein anderer Künstler benutzt sie jugendlich-selbstverständlich und musikalisch-selbstbewusst ihren Dialekt zum Ausdruck des Emotionalen.

„Kannst Du das Gefuil?“, fragt sie. „Kennst Du die Doag, wo ois so fuachtbar sinnlos scheint?“ Klar, denkt man, läuft mit ihr „über luftige Wiesn barfuß im Gras“und singt einen charmant-eingängigen Refrain mit. Man fliegt mit ihr mit.

Fliang, der Titelsong, entstand, als sie mit drei Freundinnen und einem Kassettenrekorder im Rucksack zum Baden radelte. Die Freundinnen sprangen ins Wasser. Als sie rauskamen, hatte Koreck das Lied bereits komponiert. Ein anderes Lied schrieb sie, als sie sich verliebt hatte. Der Mann aus Philadelphia musste wieder gehen. Einerseits war schlimm. Anderseits… Und so entstand „I mog di Dog“. Denn wichtig ist ihr vor allem eins: Das Gfühl. Der Rest kommt von selbst. Mit sechs hat sie Omas Heimorgel entdeckt. Kurz darauf hatte sie in einer Kinderband ihren ersten Auftritt als Solosängerin und tourte mit Rolf Zuckowski. Von da an war sie nicht mehr zu bremsen. Immer wieder überredete sie ihre Eltern, sie zu Konzerten in Nachbargemeinden zu kutschieren. Doch dann wäre ihr am liebsten gewesen, Papa und Mama hätten vor der Tür gewartet.

Immerhin, die Eltern nahmen die Siebenjährige mit zu einem Konzert des österreichischen Alpenrockers Hubert von Goisern. Er ist ihr Vorbild wie die Gitarristin Eva Cassidy, Nora Jones und Janis Joplin. Damals, auf dem Konzert in Reichenhall, hätte es nie für möglich gehalten, dass sie heute, vierzehn Jahre später, mit Goisern gemeinsam Konzerte gibt.

Mit zwölf hat sie ihren ersten Song geschrieben. Auf englisch, weil es ihr peinlich war. Die Eltern sollten es nicht verstehen und das haben sie auch nicht: Claudia Koreck konnte noch gar nicht richtig englisch.
Heute steht sie mit ihrer Gitarre auf der Bühne. Ihre erste, die Blacky, bekam sie mit 14. Grund genug für Koreck, endlich eine Band zu gründen: „The Crosswalkers“. Zwei Jahre später wagte sie sich mit ihren ersten selbstkomponierten Liedern auf die Bühne. Dann rückte das Abitur näher und ihr damaliger Freund versuchte ihr den Berufswunsch „Musikerin“ auszureden. „Fast“, sagt Koreck heute, „hätt ich mich verblenden lassen von der Liebe“.

Es kam anders: Sie bewarb sich bei Plattenfirmen und Agenturen. Im Internet sah sie eine Anzeige - Musikerin gesucht - fuhr zum Casting und blieb. Aber nicht, wie eigentlich gesucht, als Sängerin in der Coverband, sondern als Solokünstlerin. Angekommen im Münchner Musikerleben, geht es Schlag auf Schlag. Zur Weltmeisterschaft spielt sie mit der Band Menschenkinder in Kaiserslautern vor 10.000 Menschen, mit ihrer eigenen Band auf Festivals wie Hillside, Tollwood und bei der Linz – Europa Tournee von Hubert von Goisern als Partnerband.

Seit 13 Jahren steht die Musikerin nun auf Brettern, auf die sie in dieser Welt eindeutig gehört. Ein erfahrener Hase - mit einer eigenen Band. Jung, kompetent und hervorragende Teamplayer mit einer sehr erwachsenen Spielauffassung: Andreas "Andi" Dombert an der Gitarre, Andreas "Otto" Schellinger am Kontrabass und Manfred "Manni" Müller am Schlagzeug.

Der „handgemachte Pop“ - ein mutiger Mix aus Rock, Soul, Blues und Folk ist auf dem Album mit musikalischen Features von Titus Vollmer‘s Flamenco Gitarren, Mandoline, Ukulele ergänzt. Und der Produzent Gunnar Graewert hat in den intensiven dreimonatigen Studiosessions neben vielfältigen Arragementsvorschlägen seine Intrumente Bösendorfer, Harmonium, Hammond und Wurlitzer in das abwechslungsreiche Klangbild eingebracht.

Wenn Claudia Koreck dann noch die Gitarre in die Hand nimmt und loslegt, ist da pure Kraft und Wut, eine sensationell starke Stimme. Sehnsuchtsvoll, sexy, mal zärtlich, mal rockig, wütend und ein bisschen dreckig klingt es. Koreck, das Mädel aus Traunstein, ist längst ein kleiner Star in der Musikszene, oder wie es in Korecks Dialekt heißen würde: „A Sternderl“.


Diskographie

Barfuaß Um die Welt

Album

Ariola (Sony Music)






Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update: 10.06.2008








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