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Matisyahu

Matisyahu - Foto Copyright: Danny Clinch

Foto: Danny Clinch

Ungeachtet ihrer eventuellen Religionszugehörigkeit beschreiben alle Künstler jene schöpferische Kraft, die sie durchdringt, als eine ganz besondere Macht. Matisyahu möchte die Botschaft von Frieden und Einheit weitergeben, die er in sich spürt, er möchte die Welt mit Hilfe seiner Musik zu einem besseren Ort machen und kein übergroßes Ego und kein weltliches Verlangen sollen diese Kommunikation stören. „Das ist mein Ziel,“ sagt er. „Ich habe es noch nicht erreicht, aber ich bin auf einem guten Weg.“


Verwandte Genres

Hip-Hop Rap Reggae

Biographie

„Wenn Teenager rebellieren, liegt es daran, dass irgendetwas nicht stimmt. Nicht mit ihnen, sondern mit ihrer Umgebung. Aber sie sind noch nicht weit genug, um herauszufinden, was es ist und wie sie es ändern können. In diesem Stück geht es darum, wie man diesen Übergang findet von einem wütenden Teenager zu einem erwachsenen Mann oder einer erwachsenen Frau, wie man sich selbst verändert und wie man das System verändern kann.“

Der Künstler kennt den Kampf, den er beschreibt, nur zu gut. Der Mann, der früher Matthew Miller hieß, wurde in West Chester im US-Bundesstaat Pennsylvania geboren und wuchs in White Plains im Bundesstaat New York auf. Er musste eine lange Odyssee hinter sich bringen, ehe er seine neue Identität und seine Stimme als Matisyahu fand (die hebräische Entsprechung von „Matthew“ und der Name, den er annahm, als er sich entschied, streng gläubig zu leben). Nach ereignisreichen Aufenthalten in Colorado, Israel, Oregon und New York City spürte er nicht nur eine tiefe spirituelle Berufung, sondern fand auch den perfekten Katalysator um seine Entdeckungen und Überlegungen zu teilen: Reggae- und HipHop-Musik, die ohnehin schon lange Teil seines alltäglichen Lebens war.

Auf „Youth” erweitert Matisyahu seinen musikalischen Horizont. Er spricht in zartem Singsang oder erhebt die Stimme und deklamiert leidenschaftlich. Gekrönt wird das Album mit einer Studioversion des Songs „King Without A Crown“, der in einer Live-Version bereits auf „Live At Stubb’s“ enthalten war und nun als Vorabsingle erscheint. Die dreizehn Stücke des Albums decken eine breite stilistische Skala ab. Nicht zuletzt dank des zurückhaltenden Arrangements für Stimme und akustische Gitarre erinnert das ergreifende „What I’m Fighting For“ an Bob Marleys unsterblichen „Redemption Song“, während „Ancient Lullaby“ synkopische Reggae-Rhythmen mit chassidischen Melodien verbindet. Unterstützt von polternden Beats und wirbelnden Bässen sind „Jerusalem“ und „Indestructable“ ebenso überschwängliche wie unwiderstehliche Dancefloor-Filler. In „Indestructable“ mit der sich stetig wiederholenden Beschwörungsformel „It seems that you believe in me“ befasst sich Matisyahu mit seinem Erfolg und den unterschiedlichen Reaktionen und Gefühlen, die dieser in ihm auslöste.
„Ich bin nicht wahnsinnig begabt, Gott hat mir diese Fähigkeiten geschenkt“, sagt er bescheiden. „Es ist, als hätte man einen Elternteil, der einem diese Möglichkeiten aufzeigt, einen Vater, der absolut an dich glaubt.“

„In meinen Texten möchte ich Themen vertiefen, mit denen ich mich schon auf dem ersten Album befasst habe, ich möchte den Dingen auf den Grund gehen und ihre Essenz begreifen“, beschreibt er seine Herangehensweise. „Musikalisch wollten wir jedem in der Band die Möglichkeit geben, sich einzubringen und diese Sache zu seinem eigenen Projekt zu machen. Jedes Bandmitglied hat an der Musik mitgeschrieben, verschiedene Leute haben unterschiedliche Ansätze an den Tisch gebracht, alle haben sich beteiligt.“ Diese offene Zusammenarbeit (und eine monatelange gemeinsame Tour) brachte schließlich das Album „Youth“ mit seiner ganz eigenen Dynamik hervor.

„Als wir das ‚Live At Stubb’s’ Album gemacht haben, waren wir mehr als anderthalb Jahre auf Tour und wir wollten unbedingt die Energie unserer Live-Auftritte einfangen.“ Anschließend hatten alle den Kopf frei für „Youth“. „Nachdem wir so viel live gespielt hatten, war es wichtig, auch wieder ins Studio zu gehen und Overdubs zu machen und an Details zu arbeiten.







Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update: 16.06.2008








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