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Andrew W.K.

Andrew W.K. - Foto Copyright: Universal Music

Foto: Universal Music

"Meine Musik repräsentiert all die Dinge, die ich immer in der Musik gesucht habe, aber nie finden konnte", sagt Andrew W.K. über den einzigartigen Sound, den er geschaffen hat - eine gefährlich-mitreißende Mixtur aus hymnischen Pop-Hooklines, knallharten Dance-Rhythmen und Hochgeschwindigkeits-Metal-Riffs.


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Pop Dance Metal

Biographie

Eine Mischung, die nach weitaus mehr klingt als nur die Summe der einzelnen Elemente. "Irgendwie ist das aus meinem natürlichen, persönlichen Bedürfnis entstanden, einfach loszulegen, es knallen zu lassen, einen echten Hammer-Beat zu legen - genau so, wie es sein muss. Und es ist einfach das Größte, jede Möglichkeit auszuschöpfen, um etwas wirklich Aufregendes zu kreieren."

Seinen eigenen Worten verpflichtet, zeigt Andrew W.K. dann auch auf seinem Debüt-Album "I Get Wet" vom allerersten Takt bis hin zum letzten Ton, dass er es scheinbar mit leichter Hand vermag, seine Ideen verlustfrei umzusetzen - mit einem Sound, der aus den Speakern donnert, der sich anhört, als ob ein Haufen Musiker der perfekten Harmonie ein verrücktes Tattoo eintätowiert. Jeder einzelne Song scheint eine Ermahnung, eine Erinnerung daran zu sein, dass es darum geht zu feiern und zu rebellieren; jeder Track ist ein massiver Mauerstein in einer unbarmherzigen Sound-Wand, der die Adrenalin-Level in den roten Bereich treibt. Musik, die nach vorne geht und die Seele fesselt, die zwingt, sich dazu zu bewegen, die die Luft zum Vibrieren bringt und die Hölle ausbrechen lässt. Musik, die einfach großartige Laune entstehen lässt. "Ich möchte, dass die Leute fühlen und hören, dass sie ein Teil des Songs sind, dass der Song ohne sie keinen Sinn hätte, dass eigentlich sie es sind, die dem Song erst Leben einhauchen", sagt Andrew. "Es ist eine Art all-inclusive-Ding - alle sind involviert."

Angetrieben von dem unstillbaren Verlangen, durch die Musik emotionale Hochgefühle zu erzeugen; von der unerschütterlichen Überzeugung besessen, dass Musik eine vereinigende Kraft sein kann, verbrachte Andrew eine lange Zeit damit, seine Virtuosität zu perfektionieren. "Jahrelang machte ich die Musik nur für mich selbst", sagt er, "und der jetzt vorliegende Sound ist exakt das, was ich immer im Kopf hatte. Ich musste einfach lernen, welche Elemente ich wie zusammenfügen muss, damit tatsächlich das gewünschte Resultat am Ende entsteht. Ein Lernprozess, der nie ein Ende findet."

In Kalifornien geboren und in Michigan aufgewachsen, hat Andrew eben dort erste Erfahrungen gesammelt, bevor er sich mit 18 Jahren nach New York aufmachte. Nachdem er dann Ende 2000 einen Vertrag mit Island/Def Jam ergattern konnte, ging Andrew ins Studio, um die Songs, die er zu Hause komponiert und aufgenommen hatte, neu einzuspielen. Unterstützt wurde er dabei durch eine fünfköpfige Band, die ihn in Zukunft auch live begleiten wird. Zu der Band gehören Jimmy Coup, der vorher bei der aus Minnesota stammenden Rock-Band Coup de Grace die Gitarre spielte, und er war der erste, der dabei war. "Er kam nach New York, wir spielten kurz ein paar Songs an und es passte sofort wie die Faust aufs Auge", erinnert sich Andrew. "Alle anderen kamen dann so dazu, ohne Vorspieltermin. Ich hatte sie vorher nicht einmal getroffen. Ich wusste einfach, dass sie zu mir und meiner Musik passen würden."

Denn voller Enthusiasmus rief Andrew seinen all-time-favourite Drummer Donald Tardy an (a.k.a. D.T.), ehemaliges Gründungsmitglied der apokalyptischen Speed-Metaller Obituary - und fürchtete eigentlich, dass er eine Absage erhalten würde. Zu seiner eigenen Überraschung sagte Donald jedoch nicht nur zu, sondern rief auch gleich noch drei Freunde in Florida an, die die restlichen, noch offenen Positionen ausfüllen sollten - namentlich E. Payne (Gitarre) und Gregg R. (Bass), die beide mit D.T. bereits bei Intoxicated, einer weiteren aus Florida stammenden Trash-Metal Band, gespielt hatten, sowie den Gitarristen Sergeant Frank. Als "Leader" dieser bunten, zusammengewürfelten Crew steht Andrew W.K. nun im Zentrum des Geschehens, singt und spielt zusätzlich Gitarre und Piano. "Wir sind nur aus einem einzigen Grund zusammen", sagt er. "Nämlich unsere Musik zu spielen - so laut und so gut wie eben möglich."

Entstanden und feingeschliffen in langen, quälenden Studio-Sessions, bei denen nur die Qualität das einzige Kriterium war, das zählte, zeigt sich das Album "I Get Wet" als hart erarbeitetes Ergebnis aus dem Blut, dem Schweiß und den Tränen der beteiligten Musiker. Was der einzige "Slow"-Song des Albums, "Got To Do It", eindringlich widerspiegelt - sozusagen Andrews Gelöbnis, ausschließlich seinen eisernen Vorsätzen verpflichtet zu sein und eine konsequente, unbeugsame Arbeitsmoral an den Tag zu legen. Mit anderen Worten, alles zu versuchen, was nötig ist, um den "Job" erfolgreich zu erledigen. "Der Tenor dieses Albums ist schlicht, nicht aufzuhören - im wahrsten Sinne des Wortes und in jedem Aspekt des Lebens", bestätigt er. "Und unsere kreative Entschlossenheit, mit der wir das Album gemacht haben, belegt genau dies."

"Was auch immer man im Leben macht - wenn man es aus Überzeugung und mit vollem Einsatz macht, fängt man an zu schwitzen", fährt Andrew fort. "Exakt dies zeigt das Album - Herzblut und Schweiß. Anders gesagt: getting wet. Zur gleichen Zeit behandelt es aber auch Emotionen - keine Angst zu haben, intensive Gefühle zu erleben und auszuleben. Seien es die leidenschaftlichen Empfindungen der Liebe oder der unerfindliche Reiz hasserfüllter Wut - und alle Abstufungen, die dazwischen liegen. Das Album thematisiert das Leben, das Beisammensein der Menschen - als eine gemeinsame Feier und das Ausleben aller Möglichkeiten und Gelegenheiten. Die Explosion des menschlichen Lebens."

Die unwiderstehliche Natur dieses "Sammelrufs" wird besonders deutlich auf Tracks wie "Party Til You Puke", "Fun Night" und "Party Hard", die eindeutig in ihrer Aussage sind. Weitere Tunes wie beispielsweise "Take It Off" sind eher indirekt, verblümt, dabei aber nicht weniger energiegeladen. "Girls Own Love" und "Ready To Die" erscheinen wiederum eher als Lobgesänge auf den Sex und die Hingabe. "Aber eigentlich möchte ich", so Andrew, "dass die Leute selbst entscheiden, welche Aussage die Songs für sie haben, dass sie die Tunes so interpretieren, wie sie es wollen."

Was auch immer die "Message" ist - die Songs leben dabei nicht nur von den grandiosen musikalischen Stilmitteln, sondern auch oder gerade von den ausdrucksstarken Texten, die in sehr knapper, fast puristischer Art ohne viele Schnörkel, die eigentliche Aussage transportieren. "Ich will, dass Stärke rüberkommt, denn ich fühle, dass auch die Zuhörer daraus Kraft ziehen können", schließt Andrew. "Ich versuche, die Energie und Reinheit, die Wahrheit und Leidenschaft zu beschreiben, die alles bestimmen sollte, was wir tun, sehen und hören. Dass es nicht nur ein dummer Witz ist, sondern dass alles, was wir sagen, ernsthaft und ehrlich gemeint ist."

Macht das, was ihr fühlt, und macht es richtig. Aus vollem Herzen, mit aller Hingabe. Das ist es, was Andrew W.K. will - geradeaus leben, wahrhaft sein, und - vielleicht der wichtigste Aspekt - dabei soviel Spaß wie möglich haben...







Artikel von: Redaktion Quelle: Universal Music Letztes Update: 30.06.2008








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