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Genesis

Genesis - Foto Copyright: Stephanie Pistel

Foto: Stephanie Pistel

Genesis zählen ohne Zweifel zu den größten Bands aller Zeiten. Über drei Dekaden umspannt die Karriere der britischen "Supergroup", die in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Vertretern des so genannten Progressive-Rock gehörte und in den 80ern und 90ern nach einer unglaublichen musikalischen Verwandlung mit leicht zugänglichem Pop die internationalen Hitlisten eroberte.


Verwandte Genres

Rock Pop

Biographie

Aber fangen wir ganz von vorne an. Tony Banks (key), Peter Gabriel (voc, fl), Mike Rutherford (b, g) und Anthony Phillips (g) besuchten in den 60ern das ehrwürdige Charterhouse-Internat in Godalming, Surrey. Hier komponierten die Teenager teilweise unabhängig voneinander erste Songs und spielten in zwei Schulbands, aus denen Anfang 1967 die erste Version von Genesis entstand. Am Schlagzeug saß zunächst Chris Stewart, der durch John Silver und später durch John Mayhew ersetzt wurde. Erster Manager wurde der ehemalige Charterhouse-Schüler Jonathan King, der kurz zuvor mit "Everyone Is Going To The Moon" die britischen Charts erobert hatte. Er produzierte die ersten Demos, schlug den Bandnamen vor und brachte seine Zöglinge bei Decca Records unter. Anfang 1968 erschien die Debütsingle "The Silent Sun", der jedoch kein Erfolg beschieden war. Auch das erste Album "From Genesis To Revelation" von 1969, das mit seinem kunstvollen, an die Moody Blues erinnernden Pop zumindest bei Kritikern angenehm auffiel, fand kaum Käufer. Das änderte sich erst als Genesis ins Profilager wechselten, verstärkt in Clubs und Universitäten auftraten und nach und nach ihren eigenen Stil fanden. Das im Oktober 1970 veröffentlichte zweite Album "Trespass" präsentierte bereits jene überlangen, aus Pop-, Klassik-, Rock- und Folk-Elementen zusammengesetzten Songgespinste mit dramatischen Arrangements und exaltiertem Gesang, die die Band zur aufregendsten progressiven Art-Rock-Formation der frühen 70er Jahre machen sollte.

Nach "Trespass", dessen herausragendster Titel "The Knife" den Abschluss der "Platinum Collection" markiert, verließen Phillips und Mayhew die Band. Für sie fand sich in dem einfallsreichen Gitarristen Steve Hackett und dem begabten Schlagzeuger Phil Collins mehr als nur adäquater Ersatz, was das im November 1971 erschienene Album "Nursery Cryme" mit Klassikern wie "The Musical Box" eindrucksvoll bestätigte. Zu dieser Zeit begann Peter Gabriel seine surrealen Songtexte und phantastischen Horrorgeschichten wie die vom Mädchen, das den Kopf des achtjährigen Henry mit einem Crockettschläger in die Musik-Box befördert, mit wechselnden Kostümen und Masken zu visualisieren. Ausgefeilte Lichteffekte und imposante Bühnenaufbauten trieben die angestrebte Fusion von Rockmusik und Theater weiter voran. Der Durchbruch gelang 1972 mit "Foxtrot". Und das nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in den USA und auf dem Kontinent. In Italien etwa führte das Album, dessen zweite Seite das 22-minütige, hoch ambitionierte "Suppers Ready" einnahm, monatelang die Charts an.

Mit "I Know What I Like", ausgekoppelt aus der wohl besten britischen Art-Rock-LP der 70er, "Selling England By The Pound", gaben Genesis 1973 endlich auch ihren Einstand in den britischen Singlecharts. Gleichwohl blieb das vorerst noch die Ausnahme, da Titel wie die stimmungsvoll arrangierten "Cinema Show" und "Firth Of Fifth" von ihrer Länge her jeden Singlerahmen sprengten. Das anschließende Doppelalbum "The Lamb Lies Down On Broadway", das mit dem besonders hierzulande beliebten "Carpet Crawlers" einen weiteren Klassiker enthielt, stellte Genesis endgültig in eine Reihe mit Bands wie Yes und Pink Floyd. Die von Peter Gabriel erdachte, kafkaeske Fabel über die Reise eines amerikanischen Subkultur-Helden in sein eigenes Gehirn, die die Gruppe 1975 in einer requisitenreichen Rock-Revue mit Filmen, Dias und gigantischen Lichtinstallationen auf die Bühne brachte, trieb das Konzept, die Zuhörer in eine Phantasiewelt zu entführen, endgültig auf die Spitze. Was sollte nach diesem Meisterwerk noch kommen?

Konsequenterweise verließ Peter Gabriel nach Abschluss der triumphalen Welttournee die Gruppe und startete eine erfolgreiche Solokarriere. Während Fans und Kritiker noch das Ende der Gruppe prophezeiten, übernahm Phil Collins die Rolle des Frontmanns. Im März 1976 meldeten sich Genesis mit "A Trick Of The Tail" zurück, das überraschenderweise alle Verkaufserfolge der Vorgängeralben übertraf.


Diskographie

Box Set 1970-1975

Single

Virgin UK (EMI)

Turn It On Again - The Hits (The Tour Edition)

Single

Charisma (EMI)

Live Over Europe 2007

Single

Virgin UK (EMI)

Foxtrot

Single

Import (Megaphon Importservice)

Selling England By the Pound

Single

Import (Megaphon Importservice)

Platinum Collection

Single

Virgin UK (EMI)

Box Set 1976-1982 (Remastered / Hybrid-SACDs + DVDs)

Single

Virgin UK (EMI)

Nursery Cryme

Single

Import (Megaphon Importservice)

Wind & Wuthering

Single

Import (Megaphon Importservice)

Box Set 1983-1998 (5 Hybrid SACDs + 5 DVDs)

Single

Virgin UK (EMI)

Abacab

Album

EMI






Artikel von: Redaktion Quelle: EMI Music Letztes Update: 16.08.2008








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