A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0-9


The Chemical Brothers

The Chemical Brothers - Foto Copyright: Hamish Brown

Foto: Hamish Brown

"Das Streben nach dem perfekten Sound - dieses Motto sollte ins Emblem der Clubjacke der Chemical Brothers eingestickt werden", lacht Tom. "Ständig kaufen wir alle möglichen seltsamen Synthesizer und bearbeiten Sachen. Manchmal kann es ganz schön mühsam sein, unterschiedliche Ideen so lange auszuprobieren, bis der Sound gefunden ist, der das Publikum aufhorchen lässt. Es gibt Zeiten, da hörst du wochenlang nichts, das diese Wirkung hat - aber wenn es passiert, weißt du es sofort."


Verwandte Genres

Electronic Pop Rock

Biographie

Aber zunächst einmal zur Geschichte: Tom Rowlands wuchs in Henley-on-Thames auf, Ed Simons in Herne Hill im Süden Londons. Sie lernten sich in Manchester kennen, wo beide mittelalterliche Geschichte an der Universität und moderne Tanzmusik im legendären "Hacienda" studierten. Es war eine aufregende Zeit, in der die Saat, die Gruppen wie New Order gesetzt hatten, eine lebendige Indie-Szene empor sprießen ließen, die sich mit der euphorischen Energie des Acid House zu dem vereinten, was als "Madchester" in die Musikgeschichte einging. Diese neue musikalische Sphäre, in der sich die Drähte des Electronic Pop mit lockeren Rock- und Club-Beats kreuzten, um schließlich mit ihnen zu verschmelzen, fühlte sich für Tom und Ed wie eine Heimat an. Genau dort sind sie seither geblieben und versetzen ihre ungewöhnliche Mischung mit ständig neuen Inspirationen.

Das Duo begann 1992 gemeinsam als DJ-Team zu arbeiten, und zwar im Hinterzimmer eines Pubs in Manchester. Wahrscheinlich machte es nach den berauschenden Jahren der illegalen Raves in Blackburn Sinn, sich "The 237 Turbo Nutters" zu nennen. Doch als sie Ende 1992 White Labels von ihrem ersten Clubtune "Song To The Siren" pressen ließen, fanden sie, dass "The Dust Brothers" doch irgendwie besser klang. Diverse Remixe folgten und schließlich die Androhung rechtlicher Schritte seitens der ursprünglichen Dust Brothers, ihres Zeichens die amerikanischen Produzenten der Beastie Boys. So erschien ihr Debütalbum 1995 bereits unter dem Namen "The Chemical Brothers".

Inzwischen war das Duo nach London gezogen. 1994 wurden sie als Resident DJs im "Heavenly Social" engagiert, einer weiteren ekstatischen Sphäre, in der die üblichen Regeln nicht galten und House, HipHop, Rock und Reggae ganz wunderbar neben jeder anderen aussagekräftigen Musikrichtung gediehen. Ähnlich wie das Hacienda war dies ein Club, wo Leben verändert, Freundschaften geschmiedet, Bands gegründet und Pläne gemacht wurden - einige von ihnen so gut, dass es später sogar zur Umsetzung kam, nachdem sich alles wieder ein wenig relativiert hatte.

Als das bahnbrechende Chemical Brothers-Debütalbum "Exit Planet Dust" 1995 das Licht der Welt erblickte, fusionierte es Samples, Synths und Dancebeats mit HipHop-Breaks und "echten" Songs mit echten Sängern wie Tim Burgess von den Charlatans. Es feierte Erfolge auf beiden Seiten des Atlantik, und die spektakulären Chemicals-Liveshows bewiesen bald, dass sie ihr Publikum in einem Stadion oder bei einem Festival genauso gut im Griff hatten, wie auf der Tanzfläche der Clubs.

"Für mich ist es ein Segen, etwas tun zu können, das die Leute aus ihren Häusern lockt und etwas gemeinsam erleben lässt", meint Ed. "Wenn man live spielt und ein Meer von lächelnden Menschen mit zum Himmel gestreckten Händen sieht - das ist es, worauf ich besonders stolz bin: Musik zu machen, die laut und stark genug ist, um Menschen zusammenzubringen."

Was gibt es noch zu sagen? Nun, offenbar eine ganze Menge. Fünf Alben, drei Grammys (der jüngste für "Galvanize", dem auf Radio One am meisten gespielten Song des Jahres 2005), zahllose Hitsingles und um die neun Millionen verkaufter Alben später strahlt die Chemicals-Fusion noch immer. Die meisten anderen Gruppen aus den Anfangstagen sind längst von der Bildfläche verschwunden, aber Tom und Ed sind immer noch da, und sie überschreiten immer noch Grenzen, denn die Freundschaft, auf der diese Band basiert, ist immer noch genauso stark wie ihre Leidenschaft für die Musik.

"Wir gehen an jede Platte so heran, als ob es unsere erste wäre, oder unsere letzte", erklärt Ed. "Wir wünschen uns so verzweifelt, dass die Leute unser Album hören und genießen seine Entstehung als eine Erfahrung, wie eine Reise. Um eine emotionale Kraft auszuüben. Wir treiben uns gegenseitig an. Das die Basis unserer Freundschaft."


Diskographie

Brotherhood

Album

Virgin






Artikel von: Redaktion Quelle: EMI Music Letztes Update: 03.09.2008








⇑ TOP Impressum

© copyright 2005 - 2016 RadioW Internet & Rundfunk Radio