A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0-9


The Roots

The Roots - Foto Copyright: Universal Music

Foto: Universal Music

The Roots, eine Band die immer wieder die Richtung in dem Hip Hop, Rap Genres vorgibt und mit ihrem unverwechselbaren Sound überzeugt. The Roots sind: ?uestlove (Schlagzeug), Black Thought (MC), Leonard „Hub“ Hubbard (Bass), Kamal Gray (Keyboards), Kirk „Captain Kirk“ Douglas (Gitarre) und Frank Knuckles (Percussion).


Verwandte Genres

Hip-Hop Rap Urban

Biographie

1987. Spielort: Zweiter Schultag an der Kunsthochschule von Philadelphia. Ein Schüler namens Ahmir Thompson macht einen kleinen Abstecher ins Lehrerzimmer, um seinen Mensapass abzuholen. Gleichzeitig schaut ein weiterer Schüler, Tariq Trotter, dort vorbei, jedoch eher unfreiwillig, weil er sich auf der Frauentoilette mit einer kleinen Ballerina um seine „Biologiehausaufgaben“ gekümmert hat.

Gott sei Dank gibt es für Thompson wichtigere Dinge als ein leckeres Mittagsessen und auch Trotter hat andere Sachen im Kopf als nur Frauen. Thompson ist Jazzschlagzeuger und Trotter ein MC, und so beschließen unsere beiden Herren kurzfristig als Duo zu musizieren. Plattenspieler sind jedoch zu teuer, natürlich auch Mikrophone und DJ-Zubehör. Diesen Zustand bedauert aber keiner, denn ihr finanzielles Manko wird durch ihren kreativen Geist, der aus wenig viel macht, ausgeglichen. Das führt dazu, dass Trotter seinen Sprechgesang mit Thompsons Drumparts kombiniert. Sie nennen sich die Square Roots und geben sich die Künstlernamen ?uestlove (Thompson) und Black Thought (Trotter).

1889. Valentins-Tag. Die Square Roots spielen zum ersten Mal vor zahlendem Publikum und das zusammen mit ihren Klassenkameraden Boyz II Men. ?uestlove ist fest davon überzeugt, dass die R&B Gruppe an diesem Abend gemogelt hat. Sie bieten eine New Edition Routine mit passenden Outfits und glitzerndem Haarlack. Die Square Roots haben keine Chance gegen dieses schillernde Spektakel. An diese ernüchternde Tatsache müssen sich unsere Newcomer rasch gewöhnen, denn es scheint zur Gewohnheit zu werden.

South Street, Philadelphia. Falls dieser Stadtteil niemandem ein Begriff ist, dann denkt einfach an Manhattans Greenwich Village oder San Franciscos Haight Ashbury. Hier brodelt es regelrecht vor ungezügelter Schöpferkraft. Genau an diesem freizügigen Ort spielen ?uestlove und Black Thought auf den Straßen mit Eimern, Pötten, Pfannen und manch anderen Haushaltgeräten. Selbst heutzutage sind ihre etwas groben Ursprünge bei den Live- Konzerten rauszuhören. Keiner, weder Lästermolche novh gar die Polizei, können diese ehrgeizigen jungen Männer davon abhalten, ihr Ding durchzuziehen. Die ersten Angebote für Shows in tatsächlichen Sälen folgen daraufhin.

1991. Black Thought schreibt sich bei der Millersville Universität ein, die außerhalb von Philadelphia liegt. Während er beim Unterricht oft vom großen Erfolg träumt, begegnet der begnadete MC in der Zwischenzeit den Kollegen, durch die er später seine Träume verwirklichen kann. Und zwar Rapper Malik B, Bassist Leonard „Hub“ Hubbard und Keyboarder Scott Storch. Weiterhin wird der Bandname auf The Roots gekürzt.

1993. The Roots gehen auf ihre erste Deutschlandtour und entscheiden dort spontan, ein Album einzuspielen, das bei den Konzerten dann erhältlich ist. Das Indielabel Remedy Records veröffentlicht Organix. Inzwischen in London angekommen, zieht diese doch etwas umfangreichere Truppe zusammen in ein Apartment.

1995. The Roots unterschreiben bei Major Geffen und lernen prompt, ihren Erfolg mit dem neuen Arbeitspartner zu teilen. Das Album Do You Want More?!!!??! erscheint. Zu dieser Zeit erreicht Sampling das ultimative Hoch, doch trotz dieser Sachlage entscheiden sie sich gegen jegliche Samples bei den Aufnahmen der Scheibe. Stattdessen arbeiten sie mit dem Mega-Beatboxtalent Rahzel the Godfather Of Noyze, dem Jazzmusiker Joshua Roseman, Saxophonist Steve Coleman und Sängerin Cassandra Wilson. Die Songs „Proceed“ und „Silent Treatment“ werden ihre ersten Hits. Ihre Livequalitäten stellen sie auf der zweiten Bühne des Lollapalooza und dem Schweizer Montreux Jazz Festivals unter Beweis.

1996. Nach extrem kurzer Verschnaufpause erscheint der Longplayer Illadelph Halflife, auf dem die beliebte Single „What They Do“ zu hören ist. Der dazugehörige Clip wird als eines der eloquentesten und innovativsten Videos aller Zeiten gepriesen. Die Renaissance der The Roots hat begonnen. Keyboarder Kamal Gray und Turntablist Scratch treten der Gruppe bei.

1999. Der kommerzielle Durchbruch erfolgt jedoch erst jetzt mit der Veröffentlichung von Things Fall Apart. Das Album erlangt fast Platin Status, 900,000 verkaufte Kopien und einen Grammy für den Track „You Got Me“, der Eve und Erykah Badu harmonisch zusammenbringt.

Obwohl sich ihre Platten inzwischen von selbst verkaufen, legen The Roots weiterhin Wert darauf ihre Live- Fähigkeiten mit der Scheibe The Roots Come Alive zu untermauern.

Ihre Möglichkeiten, eine größere Masse an Musikliebhabern zu beeinflussen, nutzen The Roots folgendermaßen: Anstatt an ihrer eigenen Karriere weiterzufeilen, schaffen sie in Zusammenarbeit mit Jazzyfatnastees ein Forum für zukünftige Talente. Der Black Lily Club wird geöffnet und Newcomer wie Beanie Sigel, Bilal und Musiq treten dort auf.

2000. The Roots gewinnen den Best Rap Performance Grammy für eine Gruppe mit “You Got Me” und unterstützen Jay-Z bei seinem MTV Unplugged Set.

2001. The Roots teilen die Bühne mit der Elektrogröße Moby bei seiner Area One Tour.

2002. Der inzwischen sechste Longplayer der Roots Phrenology kommt auf den Markt. Die Texte von Black Thought sind persönlicher als jemals zuvor. Das über 10- minütige Lied „Water“ besiegelt das Album. Der Song setzt sich mit den Drogeneskapaden ihres Ex- Mitgliedes Malik B. auseinander, eine Nummer, wie man sie seit Issac Hayes Zeiten nicht mehr gehört hat. Amiri Baraka, Nelly Furtado und Cody Chestnut sind dieses Mal mit von der Partie und selbst der Punk und 80-Jahre R&B beeinflusste sie. Incubus-Gitarrist Ben Kenney gibt seinen phantasievollen Senf dazu. Rollig Stone bezeichnet Phrenology als perfektes Beispiel für ein progressives Popalbum.

2003. The Roots gehen mit Phrenology im Rücken zu den Grammys und assistieren dort nebenbei Eminem bei seinem Live- Auftritt. Nach einigen Jährchen auf der Okayplayer Tour und nachdem ?uestlove die vielseitigsten Künstler wie D`Angelo, Christina Aguilera, Justin Timberlake, Macy Gray und Joss Stone produziert hat, fangen die Aufnahmen zu der mittlerweile siebten Platte an. Die goldenen Zeiten des Jazz und die Aufnahmemethoden des ersten Werks werden mustergültig wiederbelebt. ?uestlove, Black Thought, Hub und Kamal nehmen alles bei Jam Sessions im Studio auf und laden sämtliche Musiker ein, spontan mitzuspielen, die gerade in Philadelphia Halt machen. Der Austausch an Ideen, die langen Treffen und die lockere Atmosphäre bringen unerwartete Resultate hervor. Der aus Brooklyn stammende Gitarrist Captain Kirk (Kirk Douglas) und Percussionist Frank Knuckles kooperieren auch mit den Roots. Die Band spielt diese Jam Sessions nach und entwickelt so neue Songs aus dem Kern der erfolgreichen Verabredungen.

2004. Die Jam Sessions nehmen nun Form an und fangen regelrecht Feuer, bevor sie endlich in Songs mutieren. Endlich, es gibt genug Material für ein gesamtes Album. ?uestlove, der auf knappe, würzige Scheiben steht, reduziert alles auf nur 11 Tracks. The Tipping Point soll die Platte heißen, eine Anspielung auf ein Malcolm Gladwell Buch, und preisgekrönte Schlussfolgerung der letzten 17 Jahre sein. Scott Storch kehrt zurück, nachdem er Songs für Stars wie Dr. Dre, Christina Aguilera und Beyonce produzieren durfte. The Roots brechen ein erneutes Mal die Regeln. Viele Sprechpassagen werden gelispelt und sind kaum verständlich, keine typischen Refrains zum Mitsingen. Im Video spielt Black Thought mehrere Charaktere, einen alten Mann, einen kleinen, reimenden Straßenjungen, alles Einflüsse, die auch auf dem Album wiederzufinden sind. Außerdem gibt es Jean Grae, Martin Luther, Devin the Dude und Dave Chapelle auf „In Love with (The Mic)“ zu hören. Sly and the Family Stone werden mit dem virtuellen Duett „Everybody Is a Star“ ebenfalls geehrt.

The real secret in watching The Roots progress is in what you think they will do vs. what they do. It’s the gap, the space between things that they bridge--tried/not tried, expected/unexpected--like the silence between beats which makes music.

2004 und die ferne Zukunft. Diese Phase könnte maßgebender als der Rest ihrer Bandgeschichte werden, denn wenn man die Roots kennt, weiß man, dass das noch nicht Realisierte, eben so wichtig ist, wie das bereits Erzielte. Die Hauptbegabung der Roots liegt nicht darin, ihr musikalisches Können ins Licht zu zerren, auch nicht in ihrer Fähigkeit, literarische Meisterwerke zu schreiben, sondern vielmehr in ihrer Fertigkeit, sich ständig wandeln zu können. Trotzdem sucht ?uestlove immer wieder neue Herausforderungen, obwohl er mit seinen Jungs schon soviel erreicht hat. Speed Metal, Electronica, Drum and Bass, Stones-Style- alles schon gemacht. Sie schließen Türen, nur um wieder neue aufzustoßen. Was kommt als nächstes? Das wissen wohl nur The Roots!


Diskographie

Rising Down

Album

Universal Music






Artikel von: Redaktion Quelle: Universal Music Letztes Update: 12.10.2008








⇑ TOP Impressum

© copyright 2005 - 2016 RadioW Internet & Rundfunk Radio