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Fabolous

Fabolous - Foto Copyright: Universal Music

Foto: Universal Music

Es ist einer dieser unsterblichen (Gründungs-)Mythen der Vereinigten Staaten von Amerika – „From Rags To Riches“/Vom Tellerwäscher zum Millionär –, den der New Yorker Rap-Überflieger Fabolous mit seinem kommenden Album aufgreift und neu interpretiert: „From Nothin’ To Somethin’“, so der Titel seiner vierten offiziellen Solo-LP. Das klingt zunächst ausgesprochen zurückhaltend, schließlich ist „Somethin’“ noch lange kein Vermögen, kein Imperium; oder sagen wir so: „Get Rich or Die Tryin’“ war da schon eine weitaus deutlichere Ansage. Aber diejenige Vorsicht und Bescheidenheit, die in dem Titel seines kommenden Albums mitschwingt, ist zu einem gewissen Grad bezeichnend, schließlich hatte Fabolous es ursprünglich gar nicht darauf angelegt, Karriere im Rap-Biz zu machen: „Damals hatte ich eigentlich ganz andere Pläne. Und trotzdem wusste ich, dass ich gute Chancen hatte, Erfolg im Rap zu haben.“ Dieser Erfolg sollte sich schon sehr bald (und absolut beiläufig) einstellen: Als 18-Jähriger zufällig im Radiostudio von DJ Clue gelandet, darf Fabolous ohne große Vorrede mit keinem Geringeren als Noreaga über einen Beat rappen, was zugleich bedeutet: Schon sein erster Freestyle geht in die Geschichte des HipHop ein. Seither hat er seinem fabulösen Namen alle Ehre gemacht.


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Hip-Hop Rap Urban

Biographie

Als John Jackson in Brookyln geboren, konzentriert sich Fabolous in den kommenden Jahren auf Mixtape-Veröffentlichungen, bis er dann im Sommer 2001 mit „Can’t Deny It“ seine erste große Single vorlegt und die Szene kurzerhand auf den Kopf stellt. Zeitgleich absolviert er eine Reihe von Feature-Auftritten, u.a. auf dem Top-10-Hit „Superwoman“ von Lil’ Mo und auf Mary J. Bliges „Family Affair“, was für einen stetig wachsenden Hype an der East Coast und darüber hinaus sorgt. Kurze Zeit später, an einem Tag, der aus anderen Gründen in die Geschichte eingehen sollte (9/11), veröffentlicht er mit dem klassisch betitelten „Ghetto Fabolous“ endlich sein reguläres Debütalbum, das Kritiker und Fans gleichermaßen in Superlativen bejubeln. Postwendend auf dem zweiten Platz der US-amerikanischen R&B-Charts angekommen, kann Fabolous schon nach wenigen Monaten sein erstes Platin in Empfang nehmen. Er hatte seine Chancen also durchaus richtig eingeschätzt.

Gleich zu Beginn des kommenden Jahres legt er eine weitere Hitsingle nach, als der Song „Trade It All“ (featuring P. Diddy und Jagged Edge) aus dem Soundtrack zum Film „Barbershop“ ausgekoppelt wird. Danach beginnt die Arbeit am zweiten Album, das er mit „Street Dreams“ wiederum nicht nur äußerst passend betitelt, sondern ihm darüber hinaus weitere Top-Fünf-Hits („Can’t Let You Go“ und „Into You“) sowie eine weitere Platinauszeichnung beschert. Von nun an sollten sogar seine Mixtapes kommerziell erfolgreich sein: „More Street Dreams Pt. 2“, im November 2003 veröffentlicht, schafft es ebenfalls bis in die Top-10 der R&B-Charts.

Auch sein drittes reguläres Album, „Real Talk“ (2004), konnte an die bisherigen Erfolge des zurückgelehnten Rappers anknüpfen, während sich Fabolous auch hierzulande einen Namen jenseits des eingeschworenen Untergrunds machte: „Never Leave You“, Lumidees Smash-Single, auf der er gemeinsam mit Busta Rhymes zu hören war, zementierte im Handumdrehen seinen Ruf als „Rapper to watch“.

Nach fast drei Jahren, in denen Fab u.a. mit Christina Milian und Syleena Johnson kollaboriert hat, ist die Zeit nunmehr reif für ein vollständiges Update aus Brooklyn, das er mit „From Nothin’ To Somethin’“ erstmalig auf Def Jam Records veröffentlichen wird.

Schon ein Blick auf die umfangreiche Gästeliste genügt, um zu erkennen, wie weit der inzwischen 29-Jährige für sein wiederholt verschobenes „Somethin’“-Album ausgeholt hat: Gleich mit der ersten Singleauskopplung „Diamonds“, die in den Staaten bereits durch die Decke geht und seit Wochen auf Höchsttouren rotiert, wartet er mit einer Produktion von Steve Morales und einem Gast-Rap von Young Jeezy auf. Auch sein Def-Jam-Kollege Ne-Yo ist mit von der Partie, auf dem von Timbaland produzierten Track „Make Me Better“. Mit Produktionen von Jazzy Pha und anderen Beat-Schwergewichten, dazu gemeinsam mit Vokalgästen wie Rihanna, Swizz Beats, Lil’ Mo und Junior Reid, um nur einige zu nennen, zelebriert er schließlich auf insgesamt 16 Tracks den mit Spannung erwarteten „Return Of The Hustle“.

Erst kürzlich kommentierte der von der New York Times als „slick und unterbewertet“ eingestufte Fabolous sein neues Album: „Der Titel des Albums lautet `From Nothin’ To Somethin’´, weil wir uns gerade in genau dieser Phase befinden. Zu Beginn eines neuen Jahres schaut doch jeder, dass er irgendwie aus den Startlöchern kommt. Der ganze `Hustle´ beginnt. Alle versuchen ihr Glück auf ein Neues, und ich liefere den passenden Soundtrack dazu. Jeder einzelne Song beleuchtet einen anderen Aspekt –, aber zugleich ist jede Nummer ein absoluter Banger.“

Einen Themenbereich, den Fabolous schon in der Vergangenheit wiederholt angeschnitten hat, findet sich auf dem Track „Make Me Better“, von Timbaland produziert und mit Ne-Yo als Vokalgast perfekt besetzt, wenn er über die „Ladies in seinem Leben“ spricht. „Man sucht doch letztlich immer nach einer Frau, die einen irgendwie zu einem besseren Menschen macht. Eine `bessere Hälfte´, wenn du willst, die mit dir zusammen eine wirkliche Einheit bildet –, und eben nicht nur irgendwer ist, der dir Ärger und hohe Rechnungen einbringt. Mir ist völlig egal, ob sie berühmt ist oder nicht – die Chemie muss stimmen.“ Laut Fabs Aussage ist der Song als Single gewählt worden, weil „er so vieles in sich vereint. Er hat jede Menge Sex-Appeal, und zugleich ist er eine absolute Street-Hymne.“ Eine Hymne wohlgemerkt, die mit ihren Streicherparts sogar an die „Chef“-Zeiten von Raekwon erinnert.

Mit dieser und anderen eindeutigen Street-Hymnen, präsentiert Fabolous insgesamt 16 Gründe, die unterstreichen, dass er mit diesem Album doch weitaus mehr als nur irgendein „Somethin’“ vorlegt. Nicht ohne Grund hat das amerikanische XXL-Magazin sein kommendes Album schon im vergangenen Winter in die Top-10 der „most anticipated albums“ des Jahres 2007 gewählt. Der diesjährige HipHop-Sommer kann somit spätestens ab dem 13. April beginnen.


Diskographie

Loso S Way

Album

Def Jam (Universal)






Artikel von: Redaktion Quelle: Universal Music Letztes Update:








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