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Reakwon

Reakwon - Foto Copyright: Universal Music

Foto: Universal Music

Im Jahre 1993 erlebte die Hip Hop-Welt eine tiefgreifende Revolution, die das Geschehen auf diesen Planeten für immer beeinflussen sollte: Die Rede ist vom „Shaolin-Style“, mit dem die Mitglieder der unvergessenen Hip Hop-Formation „Wu-Tang-Clan“ einer gesamten Musikkultur einen neuen Glanz verliehen haben. Hinter den Gründern, sprich hinter diesem einzigartigen Konglomerat aus Staten Island (New York) verbergen sich neun wohl gereifte Ausnahme-Künstler, die von ihren individuellen Sprachtalenten gesehen her unterschiedlicher nicht sein können. Den Fans ist die schlagkräftige Rapper-Vereinigung schlichtweg unter dem kurzen und prägnanten „Wu“ bekannt. 1993 veröffentlichten RZA, Method Man, Raekwon, Ghostface Killah, Inspectah Deck, GZA, U-God, Masta Killa und Ol Dirty Bastard, der sich inzwischen „Dirt Mcgirt“ nennt, ihr Debüt-Album „Enter The Wu-Tang: 36 Chambers“. Die Kritiker lobten in unerschwinglichen Tönen das Erstlingswerk der amerikanischen Reimpoeten, da die Platte den Hörern einen erfrischenden Zugang zur Hip Hop-Musik ermöglichte. Darüber hinaus setzte Wu-Tang nun auch neue Trends in den Rotationen der Radio-Stationen, die bis zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung von den Hip Hop-Klängen der West Coast geprägt waren.


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Biographie

Schon bald nahmen sich die übrigen Mitstreiter der Rap-Zunft die einzigartige Reimstil der Wu-Familie zum Vorbild: Viele Hip Hop-Gruppen orientierten sich in Detail an den grimmigen Beats und an der unglaubliche Bandbreite an dynamischem „Flow”, Kung-Fu-Filme dienten hier als Inspirationsquelle. Der Einfluss des Wu-Tang-Clan auf die Hip Hop-Kultur hat auch heute noch Bestand.

Nicht zu vergessen ist zudem der Umstand, dass Wu-Tang die Musikwelt nicht nur als Gruppe geprägt hat, nein, auch ihr jeweiliges Wirken als Solo-Künstler verlieh der in die Jahre gekommene Kultur namens Hip Hop ein neues Gesicht. Durch ihre eigenen, unnachahmlichen Markenzeichen in „Flow“ und „Pronation“ erlangte alle neun Mitglieder bei den Anhängern des Kopfnicker-Musiker jeweils Kult-Status. So auch Raekwon („The Chef“), einer der neun talentierten Emcees, der durch sein perfektionistisches Streben nach reinstem Reimglanz aus dieser Formation hervorsticht.

Als die Zeit für Raekwon gereift war, sein Solo-Debüt-Werk „Only Built 4 Cuban Linx“ (1995) auf den Markt zu bringen, wurde erneut ein neues Kapitel in der weitgefächerten Geschichte der Hip Hop-Musik geöffnet. Welche Bedeutung diese Veröffentlichung für die Annalen der Hip Hop-Historie erlangt hat, veranschaulichen die folgenden stichhaltigen Beispiele wohl am deutlichsten: „Cuban Linx“ hat bislang inmitten der veröffentlichten Alben der Musikindustrie den Status erreicht, den Scarface in der facettenreichen Landschaft der Filmindustrie innehält.. In der Tat, dieser Klassiker, der innerhalb von drei Tagen Gold-Status erlangte, besticht durch seinen feinen, nahtlosen Zusammenschnitt von Musikstücken. Eine Dynamik, die man ansonsten nur von den nahtlosen Übergangen von Szenen aus den Top-Filmen dieser Zeit gewohnt ist. Mit seinen wohltuenden Instrumentals and dramatisch geschriebenen Reimstücken erschuf Raekwon natürliche Kunstwerke and ließ durch seine anziehenden Verbalschöpfungen eine energiegeladene Vorstellung hoher Reimkunst im Hörer selbst aufblühen.

Raes fulminantes Debüt-Album war die Möglichkeit, die Schönheit des bunten Reimflusses auf Plattenwachs zu verewigen, aber auch mittels der eigenen Handschrift die eigenen Gedanken über seine Wu-Brüder und über andere prominente Szene-Kollegen zum Ausdruck zu bringen.

So ermöglichte seine Single „Verbal Intercourse“ den ersten Auftritt von Nas Escobar. Hinter diesem Namen verschanzt sich das alte Ego von dem großen „Nas“, der damals unter anderem Namen neue Wege in seiner Entwicklung zur Rap-Größe beschritt. In ganz ähnlicher Tradition haben Raekwon and Ghostface Killa, der durch das gesamte „Cuban Linx“-Album hinweg Rae als Reim-Partner zur Seite stand, eine Vielfalt an neuen Identitäten geschaffen. Identitäten wie zum Beispiel Lex Diamond, eines der amüsanten und durch Intelligenz bestimmten Rollen, die der vielseitige Raekwon in seinem Dasein als Wortschütze verkörpert.

In den Jahren nach der Veröffentlichung von „Cuban Linx“ (1995) arbeitete Raekwon wieder mit dem Clan-Kollegen zusammen. Die Folge waren zahlreiche Veröffentlichungen wie der mit Platin gekrönte Long-Player „Wu-Tang Forever“ (1997) und „The W“ (2000), wie auch das Gold-Album „Iron Flag“ (2001). Raekwon sammelte zudem als Schauspieler seine Erfahrungen und übernahm eine Rolle in dem umstrittenen Streifen „Black and White“, ehe er dann sein zweites Album „Immobilarity“ (1999) der Öffentlichkeit vorstellte. Nach vier Jahren folgt nun ein weiteres Paradestück von Raekwon.

“The Lex Diamond Story”, Raekwons drittes Solo-Album ist definitiv mehr als nur ein weiterer Abklatsch seines ersten musikalischen Triumphzugs. Es handelt sich hier im wahrsten Sinne des Wortes um „Cuban Linx”, also um eine musikalische Manifestierung des großen „Wortschritts“ der Zukunft, als auch um eine Manifestierung von eben den musikalischen Kreativergüssen, die wir von diesem Emcee noch erwarten dürfen. Zweifelsohne verkörpert Raekwon den E.F. Hutton der HipHop-Welt: Wenn er die Stimme erhebt, hört ihm jeder zu. Die derzeitige klaffende Lücke in der Hiphop-Musik wird durch die schwungvolle Wortakrobatik und der künstlerischen Form des „Storytelling” des verdienten Rap-Verterans wieder aufgefüllt. „The Lex Diamond Story” bedient sich nicht nur an den großartigen Spitzen-Elementen des legendären Wu-Tang-Debüt-Albums, sondern auch an den feinen Segmenten des Erstwerks von Raekwon und vereinigt diese Musikschätze zu einem weiten Klassiker, der die Massen erfreuen wird.

Bei „The Lex Diamond Story” handelt es sich um ein lyrisches Feinschmecker-Gourmet, welches offenbart, das der „Chef“ immer noch imstande ist, ein kulinarisches „Jambalaya“ (amerikanische Meereskost) der Wörter mit den absolut essentiellen, unübertreffbaren „Skills“ auf höchstem Niveau zuzubereiten. Energiegeladen und voller Intensität - Raekwons verborgenes Reimrepertoire wird von Emotionen, der vorhandenen Gabe zur Interpretation und der feingefühligen Aufbereitung verschiedener Erzählstrukturen, Hooks, und Themen bestimmt. Das Stück „All Over Again (The Way We Were)” erinnert zum Beispiel an den unvergesslichen Glanz des Wu-Klassikers “Can It Be All So Simple”, das sich mit dem Überleben auf der Straße thematisch auseinandersetzt. Dagegen knüpft „Pit Bull Fights" die brachialen und vermeintlichen Gegner quälender Verbalschläge von „Incarcerated Scarfaces" an. Raekwon präsentiert sich zweifelsohne in kreativer Höchstform. Unbeschwert und mit einer auffallenden Zufriedenheit widmet er sich ganz seiner Musik und konzentriert sich zudem mit vollem Elan seinen ehrgeizigen Zielen.

Neben der Veröffentlichung von „The Lex Diamond Story” hat Raekwon alle Kräfte forciert, um diese für die Etablierung der Firma „Ice Water" einzusetzen. „Ice Water Inc.” ist der Namen seines nicht ohne Risiken verbundenen Unternehmens, welches sich diverse Ziele auf die Flagge geschrieben hat. Dieses Unternehmen unterhält Rae in Zusammenarbeit mit Randy Spelling (Sohn von TV-Mogul Aaron Spelling). Die Firma beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Musik, Film, Mode, Bücher und einer vierköpfigen Formation namens „Ice Water“. Nach der Zusammenarbeit mit talentierten Künstlern wie Nas, Jodeci, Mya, Big Punisher, Outkast, Mobb Deep und vielen anderen will Raekwon nun seine Energie dafür nutzen, um die Entwicklung des Rap-Nachwuchs voranzutreiben. Polite, Cigzra, Problem Child (PC) und Stumik heißen die derzeitigen Nutznießer der Unterstützung, sie bilden die Gruppe „Ice Water“.

Doch vorerst beabsichtigt Raekwon, seine eigens instruierte, musikalische Dissertation mit dem Titel „The Lex Diamond Story“ zu veröffentlichen. Dieses Werk steht für einen neuen Höhepunkt der Hip Hop-Geschichte und offenbart erneut eine musikalische Muster-Vorlage mit einer gelungenen Mischung aus alt bewährten und neuen Stilrichtungen an.

Macht euch bereit für ein weiteres, monumentales Ereignis!







Artikel von: Redaktion Quelle: Universal Music Letztes Update:








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