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Das Bo

Das Bo - Foto Copyright: Cecil Arp

Foto: Cecil Arp

Das Bo, Hamburger Kind eines bosnischen Gastarbeiters und einer deutschen Mutter, wird Anfang der Neunziger - gelangweilt und unterfordert vom suburbanen Kleinstadtleben in einem Hamburger Vorort, für das sich seine Eltern entschieden hatten als er 13 Jahre alt war - musikalisch aktiv.


Verwandte Genres

Hip-Hop Rap

Biographie

Deutschsprachigen Rap, wie man ihn heute kennt, gibt es noch nicht. Bei einem einjährigen USA-Aufenthalt merkt Das Bo, dass er mit seinem Schulenglisch nicht weit kommen wird und entschließt sich auf Deutsch zu rappen. Nach seiner Rückkehr in die Heimat feiert Deutschland gerade den ersten Nummer-Eins-Hit mit deutschem Rap und in den Jugendhäusern der Republik ist HipHop die Musik der Kids. Der Weg ist frei für Deutsch-Rap und Das Bo ist einer der Pioniere. 1994 gründet Das Bo zusammen mit Tobi Tobsen Der Tobi und das Bo, schnell werden erste Achtungserfolge gefeiert. Nach den Singles „Der Racka“ und „Morgen geht die Bombe hoch“ (das dank eines hanebüchenen Augsburger-Puppenkisten-Videos im Musikfernsehen heißläuft) sowie dem Album „Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander“ finden sich die beiden als Gastrapper der Fettes-Brot-Single „Nordisch by Nature“ im September 1995 erstmals in den Top 20 der deutschen Single-Charts wieder. Bo: „...den Text haben wir auf der Autofahrt ins Studio geschrieben...“.

Kurze Zeit später stoßen Marcnesium und DJ Coolman dazu: Die Kultformation Fünf Sterne Deluxe ist geboren und das Tor zur Welt steht sperrangelweit offen. 1998 erscheint das Album „Sillium“ mit den Hitsingles „Willst Du Mit Mir Gehen“ und „Dein Herz Schlägt Schneller“ und entert auf Anhieb die Top 30 der Media Control Charts. Die „Sterne“ sind Headliner bei allen großen Festivals und touren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nebenher absolviert Das Bo als Mitglied der legendären „Mongo Clikke“(u.a. Jan Delay, Dendemann, Samy Deluxe,) Gastauftritte bei den (damals noch Absoluten) Beginnern und schafft den Hit des verregneten Sommers 2000: „Türlich, Türlich (Sicher Dicker)“ wird zum Meilenstein und HipHop-Klassiker (unlängst tauchte der Party-Evergreen wieder in den deutschen Charts auf – diesmal in der Version von Bos Weggefährten Jan Delay). Er verkauft 220.000 Einheiten und gelangt bis auf Platz fünf der Singlecharts. Im gleichen Jahr gelingt Fünf Sterne Deluxe mit ihrem zweiten Album „Neo.Now“ der Sprung auf Platz fünf der Albumcharts. Bos Solo-Debütalbum „Best Of III / Alleine“ folgt im Juni 2004 und enthält u.a. die Single „Ich hab Rap für dich“.

Anfang der 2000er geht mit der Single „Wir sind im Haus“ die Fünf-Sterne-Ära zu Ende, die Mitglieder beschließen, sich fortan ihren Soloprojekten zu widmen. Das Bo betreibt musikalische Zeitüberbrückung und kooperiert u.a. mit Jansen & Kowalski („Wie geil ist das denn? (Dicke Anbiete)“), DJ Tomekk („Eey Yo (Eeeeins)“) und Dancefloor-Legende Alex Christensen bzw. U96 (“Mr. DJ Put On The Red Light“). Außerdem ist er der erste Rapper, der zusammen mit dem Hamburger Produzenten Petone Tracks für das „80’s Flashback“-Projekt aufnimmt.

Während der Produktion zu „80’s Flashback“ produzieren Das Bo und Petone „Ohne Bo“ als Single für „Dumm Aber Schlau“, Das Bos zweitem Soloalbum. Zusammen ringen die beiden Hanseaten dem Münchener-Freiheit-Klassiker „Ohne Dich“ eine Party-Hookline ab und veredeln die neue Bo-Hymne mit einem Top-Ten-tauglichen Miami-Bass-Arrangement. Auf die Eingebung, den 1986er-Hit nach mehr als zwei Dekaden wieder zu beleben, war Bo selbst gekommen. „Die Ideen bei mir hab ja meistens ich“, gibt er klar zu verstehen. „Petone und ich haben aber ziemlich lange rumprobieren müssen, bis es hingehauen hat. Das war nicht so einfach, denn der Song ist ja stilistisch auch etwas ‚grenzwertig’ bzw. extrem poppig“, erklärt Bo. „Aber das ist natürlich Absicht: Ein Partysong mit Ansage.“ Die langfristige Strategie dahinter gibt Bo ebenfalls preis: „Ich werde die Leute abhängig von mir machen und dann können sie nicht mehr ohne mich.“


Diskographie

Dumm Aber Schlau

Single

SonyBMG






Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update:








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