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Massiv

Massiv - Foto Copyright: David Cuenca

Foto: David Cuenca

Hype, das ist der Zustand, der Rausch, die Hysterie, die ein Künstler braucht, will er nach ganz oben. Plattenfirmen und Managements geben gerne einen Haufen Geld aus, um für ihre Künstler einen Hype zu erzeugen. Bis ins Detail planbar ist ein solches Manöver in der Regel jedoch nicht. Massiv hat einen Hype.


Verwandte Genres

Hip-Hop Rap

Biographie

Für Massivs Hype wurde bisher kaum Geld ausgegeben. Dass derzeit nicht nur die Rapszene von ihm spricht, sondern sich auch die großen Medien wie der Spiegel für ihn interessieren hat er sich selbst erarbeitet. Er selbst ist die Story, für man sich interessiert. Aus der Sicht eines Labels ist einer wie Massiv das pure Glück. Aus der Sicht anderer Rapper ist er der pure Alptraum. Er ist talentiert, glaubwürdig, stark, hungrig. Er kann das verkörpern, was er in seinen Texten erzählt. Seinen Namen kennt man in der deutschen Rapszene keine zwei Jahre. Und nun macht sich der Sohn palästinensischer Libanesen auf, danach zu greifen, was jeder Rapper in Deutschland gerne hätte.

Massiv hat für seinen Hype hart gearbeitet. Er ist ein Musik-Freak, kennt sich in der Materie bestens aus. Mit 15 hat der heute 23jährige seinen ersten Rap-Text geschrieben, mit 16 stand er zum ersten Mal auf der Bühne des Jugendhauses Pirmasens, jener Kleinstadt in Rheinland Pfalz, in der er geboren wurde. Bis er es mit dem Rappen richtig ernst nahm, vergingen aber noch Mal fünf Jahre. „Ich bin erst Mal wieder zu meinen Wurzeln zurückgekehrt“, erklärt Massiv seine Rap-Abstinenz. Das Faible fürs Reimen kommt bei ihm durch das Gedichtschreiben. In seiner Poesie verarbeitete er schon als Jugendlicher sein Leben und reflektierte sein Handeln. Dass er einiges erlebt hat, was ihn heute zu einem authentischen Straßen-Rapper macht, ist selbstredend.

Für seine Musik musste Massiv auch einige schwere Entscheidungen für seine Musik treffen. Er weiß, einem Straßen-Rapper aus Pirmasens wird so schnell niemand Gehör schenken. Also fährt er nach Berlin, denn an der Spree liegt nicht nur die Hauptstadt für das Politische, sondern auch die Hauptstadt in Sachen Rap. Dort versucht er, die Basis für seine Musik aufzubauen. Er beginnt, zwischen Pirmasens und Berlin zu pendeln. Die Trips kosten Geld, das er zunächst gar nicht hat. Aber er ist bereit, sein letztes Hemd dafür zu geben, buchstäblich. Er verkauft die teuren Klamotten, die er über die Jahre angehäuft hatte, versetzt seine CD-Sammlung und tut sonst was, um für seine Reisen flüssig zu sein. Als er die Tür nach Berlin weit genug geöffnet hat, überredet er schließlich seine

Eltern, ihrem einzigen Sohn in die Hauptstadt zu folgen. Und so kündigt sein Vater seinen Job, lässt seine Mutter ihre Freundinnen zurück, um ihm Sohn nach Berlin-Wedding zu ziehen. Um im rauen Berlin der Straßen-Rapper nicht allein dazustehen hat Massiv vor Ort Kontakte geknüpft. Er weiß einen Freundeskreis um ihn, der auf ihn aufpasst, in allen Lebenslagen. Massiv nennt diese Leute seine Familie. „Das sind richtige Freunde, die würden mir auch beim tapezieren helfen “, sagt er. Kommt es darauf an, werden sie sich für ihn gerade machen. Und er für sie.


Diskographie

Meine Zeit

Album

Columbia d (Sony Music)






Artikel von: Redaktion Quelle: SonyBMG Letztes Update:








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