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Bob Marley

Bob Marley - Foto Copyright: Universal Music

Foto: Universal Music

Ein knappes Vierteljahrhundert nach seinem überraschenden Ableben wächst und gedeiht die Legende von Bob Marley noch immer; sein unfassbarer Back-Katalog schafft es auch heute noch, Menschen aller Nationen zu bewegen und zu inspirieren.


Verwandte Genres

Reggae Pop Rock

Biographie

Die Geschichte, die davon handelt, wie die Rhythmen einer kleinen Karibik-Insel es geschafft haben, die ganze Welt zu umrunden und zu erobern, ist auch heute noch eine der beeindruckendsten in der gesamten Entwicklung der Pop-Kultur. Auch wenn es sicherlich eine Reihe von talentierten Sängern und Musikern auf Jamaika gab und gibt – es waren Bob Marley and The Wailers, die den globalen Durchbruch jenes Musikstils angeführt haben, den er selbst gern „Roots Rock Reggae“ nannte.

„Heute ist es nahezu unmöglich, sich auch nur einen Tag lang durch die Welt zu bewegen und nicht seinem Gesicht oder einem seiner Songs zu begegnen“, behauptet Chris Blackwell, der einstige Chef von Island Records, der maßgeblich an Marleys internationalem Durchbruch beteiligt war und eine Vielzahl seiner besten Aufnahmen produziert hat.

In einer ländlichen Gegend Jamaikas im Jahr 1945 geboren und dann im harten Ghetto von Kingstons Trenchtown aufgewachsen, wird Marley oftmals als der erste Superstar aus der so genannten „Dritten Welt“ bezeichnet. Und doch ist das auffallendste Merkmal von Marleys Musik, dass sie sämtliche Grenzen – sei es nun Rasse, Geschlecht, soziale Position –, die Menschen errichten, transzendiert und, wie Blackwell erzählt, mit ihrer einzigartigen Klarheit „jedermann, egal wann und wo“ anspricht und berührt.

Besonders angesprochen von seiner „Rebel Music“ fühlen sich stets diejenigen, die sich auch selber im Kampf gegen eine Art von Unterdrückung befinden. Und doch muss man keinesfalls Teil einer unterdrückten Gruppe sein, um Marleys Freiheits-Messages bzw. seine Hoffnungs-Hymen mitfühlen zu können.

Auch heute noch entdeckt eine Hörerschaft, die noch gar nicht geboren war als Marley im Jahr 1981 als 36Jähriger an Krebs starb, immer wieder seine Songs von Neuem.

„Zeitlos“ ist ein Begriff, der in der heutigen Pop-Welt zum Klischee geworden ist – schließlich definiert sich die Pop-Industrie dadurch, dass immer wieder neue Dinge nachkommen, andere wieder untergehen und vergessen werden. Und doch ist an Bob Marleys Musik gar nichts Flüchtiges. Hört man sich beispielsweise den nun zum ersten Mal veröffentlichten Song „Slogan“ an, einen Track, den er als rohe Demoversion im Jahr 1979 aufnahm, könnte man glatt meinen, dass sein Text von der Hurrikan-Tragödie von New Orleans handelt.

„Er protestiert immer noch und spricht für die Menschen die unterdrückt werden, nicht gehört werden und täglich mit Missständen konfrontiert sind“ kommentiert Rita Marley, Bobs Witwe, die Textzeilen von Slogans.

Bob Marley hätte es wahrscheinlich verabscheut, wie sehr er nach seinem Tod zu einer Ikone geworden ist. Na klar hat auch er seinen Erfolg bis zu einem gewissen Punkt genossen, schließlich hatte er auch hart dafür gearbeitet. Doch während seine Musik eine ganz deutliche spirituelle Seite beinhaltet, war er letztlich eine Person, die durch ihre Menschlichkeit auffiel. Seine Fähigkeit, andere mitzuziehen, aufzubauen, andere Menschen zu inspirieren, basierte nicht auf Angeberei oder Wichtigtuerei – sie kam dadurch zustande, dass er sich dazu bereit erklärte, mit Blut, Schweiß und Tränen bei der Sache zu sein. Chris Blackwell sagt daher schlichtweg, dass Marley „real“ war. Und genau diese „Realness“, diese Authentizität, war es wohl auch, die ihn zur Legende gemacht hat.







Artikel von: Redaktion Quelle: Universal Music Letztes Update:








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